Reuber, Die Besteuerung der... / 2.3.1 Herabsetzung der Vorauszahlungen 2021
 

Tz. 14

Stand: EL 122 – ET: 07/2021

Die Vorauszahlungen 2021 für die Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer nebst Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer können auf Antrag durch das FA herabgesetzt werden, wenn absehbar ist, dass aufgrund sinkender Umsätze die Gewinne durch die Corona-Krise deutlich geringer ausfallen als bisher angenommen (BMF vom 22.12.2020, BStBl I 2021, 45; BMF vom 18.03.2021; gleichlautender Ländererlass vom 25.01.2021, BStBl I 2021, 151). Zur Beschleunigung des Verfahrens sollte der Herabsetzungsantrag entsprechend begründet werden, insbes. sollte darin die voraussichtlich für 2021 erwartete Minderung des Gewinns/der Einkünfte bzw. die Höhe der erwarteten Gewinns/Einkünfte genau beziffert werden. Die FinVerw. legt bei der Nachprüfung der Voraussetzungen keine strengen Anforderungen an.

Die Anträge auf Herabsetzung der Vorauszahlung 2021 sollten online über Mein Elster eingereicht werden. Ansonsten gibt es zur Vereinfachung der Abläufe von einer Vielzahl von Bundesländern auch einen entsprechenden Antragsvordruck (siehe beispielsweise den vom Land NRW veröffentlichten Vordruck unter III 7.), aufgrund dessen die Herabsetzung der Vorauszahlungen 2021 beantragt werden können. Der Vordruck kann auf der Homepage des jeweiligen Landesfinanzministeriums abgerufen werden. Es ist daneben auch möglich, die Herabsetzung der Vorauszahlung 2021 formlos zu beantragen.

Ein Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlung 2021 kann bis zum 31.12.2021 gestellt werden.

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