Reuber, Die Besteuerung der... / 2.12 Ermäßigter Umsatzsteuersatz für Gastronomiebetriebe
 

Tz. 22

Stand: EL 122 – ET: 07/2021

Durch das (Erste) Corona-Steuerhilfegesetz wurde der Umsatzsteuersatz für Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen (= Abgabe von Speisen vor Ort) für den Zeitraum vom 01.07.2020 bis 30.06.2021 vom Regelsteuersatz auf dem ermäßigten Steuersatz von 5 % bzw. ab dem 01.01.2021 von 7 % herabgesetzt. Mit der Maßnahme sollten insbesondere Gastronomiebetriebe wie Restaurants, Cafés, Gaststätten usw., die besonders hart von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen waren, unterstützt werden. Diese hatten bisher auf Speisen und Getränke, die vor Ort verzehrt werden, 19 % Umsatzsteuer abzuführen. Lediglich für Gerichte, die der Gast mitnimmt oder nach Hause bestellt werden, fiel in der Regel nur der ermäßigte Umsatzsteuersatz von 7 % an (sog. Außer-Haus-Verkäufe). Der Zeitraum, für den der ermäßigte USt-Satz auf Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen gilt, wurde durch das Dritte Corona-Steuerhilfegesetz bis zum 31.12.2022 verlängert.

Die Absenkung des Umsatzsteuersatzes von Gastronomiebetrieben umfasst jedoch nicht die Abgabe von Getränken. Auch weiterhin unterliegt die Abgabe von Getränken dem Regelsteuersatz.

Von der Absenkung des Steuersatzes sind nicht nur die Restaurants und Gaststätten begünstigt, sondern auch alle anderen Einrichtungen, in denen Speisen vor Ort abgegeben werden, wie beispielsweise Campingplätze, das Vereinsheim, der Lebensmitteleinzelhandel, Bäckereien oder Metzgereien, soweit sie bisher mit der Abgabe verzehrfähiger Speisen Umsätze zum Regelsteuersatz erbracht haben.

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