Reuber, Die Besteuerung der Vereine, Amateurfilm-/-fotoclubs

Stand: EL 110 – ET: 02/2019

Fotografieren und (Video-)Filmen ist für viele Menschen ein Hobby, welches sie als Amateure in ihrer Freizeit mit sehr professionellem Einsatz und Ergebnissen betreiben.

Diese Tätigkeiten fallen jedoch nicht unter den begünstigten Katalog der Freizeitzwecke i. S. des § 52 Abs. 2 Nr. 23 AO (Anhang 1b). Wenn eine freizeitnahe Betätigung nicht unter den Katalog des § 52 Abs. 2 Nr. 23 AO (Anhang 1b) fällt (z. B. Kleingärtnerei, Karneval, Amateurfunken usw.) bzw. nicht mit einer dort genannten Betätigung vergleichbar ist, kommt eine Steuerbegünstigung (Gemeinnützigkeit) regelmäßig nur dann in Betracht, wenn die Betätigung im Wesentlichen durch einen anderen in § 52 Abs. 2 AO (Anhang 1b) genannten steuerbegünstigten Zweck geprägt wird.

So kann für Vereine, die das Amateurfilmen und -fotografieren fördern, eine Steuerbegünstigung ggf. wegen der Förderung von Kunst oder (technischer) Kultur nach § 52 Abs. 2 Nr. 5 AO (Anhang 1b) in Betracht kommen (AEAO zu § 52 AO TZ 9, Anhang 2, Siehe dazu auch "Film- und Fotoclubs" und "Freizeitaktivitäten/-gestaltung").

Die Anerkennung als steuerbegünstigte Einrichtung setzt jedoch voraus, dass sowohl die Satzung als auch die tatsächliche Geschäftsführung (§ 63 AO; Anhang 1b) eines Amateurfilm- bzw. Amateurfotoclubs die Förderung von Kunst und Kultur zum Inhalt hat.

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