| Musterprozess

Unterliegen Pokergewinne der Einkommensteuer?

Einnahmen für den reinen Hobbyspieler sind auf jeden Fall steuerfrei
Bild: Haufe Online Redaktion

Muss ein erfolgreicher Pokerspieler seine Gewinne versteuern? Das entscheidet am kommenden Mittwoch das Kölner Finanzgericht in einem Musterprozess.

Geklagt hat ein Flugkapitän, der in Pokerturnieren in den vergangenen Jahren sechsstellige Summen gewonnen hatte. Das Finanzamt besteuerte die Preisgelder als Einkünfte aus Gewerbebetrieb, wie das Kölner Gericht am Donnerstag mitteilte. Argument: Werde "berufsmäßig" gezockt, handele es sich bei den Spielgewinnen um steuerpflichtige Einkünfte.

"Berufsmäßig" bedeutet dabei nach Auffassung der Finanzverwaltung, dass der Steuerpflichtige häufig an renommierten Turnieren teilnimmt und regelmäßig Gewinne macht. Dagegen seien die Einnahmen für den reinen Hobbyspieler steuerfrei. Der Kläger meint, seine Gewinne seien nur Glücksache und dürften - wie auch Rennwett- und Lotteriegewinne - nicht versteuert werden. Nun muss das Gericht urteilen, ob die Poker-Einnahmen der Einkommensteuer unterliegen oder steuerfrei bleiben.

dpa

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