| BFH Pressemitteilung

Prostituierte erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb

Prostituierte erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Große Senat des BFH hat entschieden, dass selbstständig tätige Prostituierte Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen.

Er hat damit seine frühere Auffassung aufgegeben (BFH, Beschluss v. 23.6.1964, GrS 1/64 S, BFHE 80 S. 73, BStBl 1964 III S. 500), nach der Prostituierte aus „gewerbsmäßiger Unzucht“ keine gewerblichen, sondern sonstige Einkünfte i.S. des § 22 Nr. 3 EStG erwirtschafteten.

Der BFH folgte mit seiner nunmehr getroffenen Entscheidung der in der Verwaltung und der Literatur allgemein vertretenen Auffassung, nach der Prostituierte mit ihrer Tätigkeit einen Gewerbebetrieb unterhalten.

BFH, Beschluss v. 20.2.2013, GrS 1/12, veröffentlicht am 8.5.2013

Schlagworte zum Thema:  Gewerbliche Einkünfte, Gewerbesteuer, Einkommensteuer

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