In einem Urteilsfall war fraglich, ob einem Arbeitnehmer grobes Verschulden bei unrichtigen Arbeitgeberangaben und deren Geltendmachung in der Steuererklärung nachzuweisen war. Bild: Project Photos GmbH & Co. KG

Das FG Baden-Württemberg hat entschieden, dass kein grobes Verschulden des Arbeitnehmers vorliegt, wenn ihm nachträglich bekannt wird, dass der in den Jahresbescheinigungen seines Schweizer Arbeitgebers ausgewiesene Bruttoarbeitslohn zu hoch war, weil er gezahlte Kinderzulagen enthielt.

Das FG Baden-Württemberg entschied in einem Urteil zu der Frage, ob "grobes Verschulden" i.S.v. § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO bei Nichterkennbarkeit der Zusammensetzung des Bruttolohns in der Jahresgehaltsbescheinigung eines Grenzgängers in der Schweiz vorliegt, zugunsten des Arbeitnehmers.

FG Baden-Württemberg, Urteil v. 17.2.2016, 4 K 1838/14, Newsletter des FG 4/2017

Schlagworte zum Thema:  Verschulden, Arbeitslohn, Arbeitnehmer

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