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| BFH-Pressekonferenz

Kein Abzug für nur teilweise beruflich genutztes Arbeitszimmer

Bild: Haufe Online Redaktion

Der BFH hat auf seiner Pressekonferenz am 27.1.2016 die lange erwartete Entscheidung des Großen Senats zum nur teilweise beruflich genutzen Arbeitszimmer bekanntgegeben. Die Richter hielten dabei an ihren strengen Regeln fest.

Die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer können nur dann steuerlich abgezogen werden, wenn das Zimmer nahezu ausschließlich beruflich genutzt wird. Der große Senat des BFH stellte nun klar, dass ein nur zeitweise für die Arbeit genutzter Raum steuerlich nicht anerkannt wird (GrS 1/14). Das Gleiche gilt für eine Arbeitsecke in einem Raum, der ansonsten privaten Zwecken dient. Dies wurde auf der heutigen Pressekonferenz des BFH bekannt gegeben.

Im Streitfall hatte der Kläger sein Arbeitszimmer teilweise privat, teilweise beruflich genutzt und begehrte den Abzug seiner beruflichen Aufwendungen, was ihm nun verwehrt wurde.

Die Entscheidung des Großen Senats war mit Spannung erwartet worden. Hätte der BFH einen zumindest anteiligen Abzug zugelassen, hätte dies wohl Auswirkungen auf Millionen Steuerzahler gehabt, die ihre Arbeit teilweise im häuslichen Arbeitszimmer erledigen, dieses aber auch privat nutzen. Deren Hoffnung auf steuerliche Entlastung hat sich nun nicht erfüllt.

dpa/Haufe Online Redaktion

Einkommensteuer, Häusliches Arbeitszimmer

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