30.06.2011 | Rechtsprechung

Ihre Favoriten: BFH-Besprechungen im 1. Halbjahr 2011

in der ersten Jahreshäfte 2011 haben wir viele neue BFH-Entscheidungen für Sie kommentiert. Wir zeigen Ihnen, welche fünf Besprechungen unsere Leser am meisten interessiert haben.

Berücksichtigt sind alle Kommentierungen, die wir seit dem seit dem 1.1.2011 veröffentlicht haben.

RangThema und Link auf BesprechungAz. und Volltext-Link
1.

Lebensversicherungsprämien als Betriebsausgaben

Schließt eine Personenhandelsgesellschaft eine Lebensversicherung auf das Leben eines Angehörigen eines Gesellschafters ab, so können Ansprüche und Verpflichtungen aus dem Vertrag dem Betriebsvermögen zuzuordnen und die Lebensversicherungsprämien als Betriebsausgaben zu beurteilen sein.

Urteil v. 3.3.2011, IV R 45/08, veröffentlicht am 11.5.2011
2.

Sachbezüge: Unterscheidung zwischen Sachbezug und Barlohn

Verbindet der Arbeitgeber eine Zahlung an den Arbeitnehmer mit der Auflage, den empfangenen Geldbetrag nur in einer bestimmten Weise zu verwenden, liegt keine Barlohnzahlung sondern ein Sachbezug i.S. § 8 Abs. 2 Satz 9 vor (Änderung der Rechtsprechung).

Urteil v. 11.11.2010, VI R 27/09, veröffentlicht am 9.2.2011
3.

Aufwendungen für Betriebsausflüge: Kein Vorsteuerabzug

Leistungen eines Unternehmers für Betriebsausflüge, die ausschließlich und unmittelbar dem "privaten Bedarf seines Personals" (§ 3 Abs. 9a UStG 1999) dienen, berechtigen nicht zum Vorsteuerabzug.

Urteil v. 9.12.2010, V R 17/10, veröffentlicht am 9.3.2011

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4.

Sachbezüge: Erstattung verauslagter Benzinkosten gegen Vorlage erhaltener Gutscheine

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer bei einer beliebigen Tankstelle einlösbare Benzingutscheine, liegt auch dann ein Sachbezug und keine Barlohnzuwendung vor, wenn der Arbeitnehmer auf seine Kosten tankt und sich gegen Vorlage der Gutscheine die Auslagen von seinem Arbeitgeber erstatten lässt

Urteil v. 11.11.2010, VI R 41/10, veröffentlicht am 9.2.2011
5.

Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastung: Nachweis erleichtert

An der bisherigen Rechtsprechung, nach der Krankheitskosten in gewissen Fällen nur dann als außergewöhnliche Belastung abziehbar sind, wenn die medizinische Indikation der Behandlung durch ein amtsärztliches oder vertrauensärztliches Gutachten oder ein Attest einer anderen öffentlich-rechtlichen Institution nachgewiesen wird, hält der BFH nicht mehr fest.

Urteile v. 11.11.2010, VI R 16/09 und VI R 17/09, veröffentlicht am 19.1.2010

 

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