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Bank muss wegen schlechter Anlageberatung 20 000 EUR Schadensersatz zahlen

Weil die Bank den Anleger bei einer Beteiligung an einem Filmfonds nicht ausreichend über die Risiken aufklärte und ihn nicht auf hohe Vertriebskosten hinwies, haftet sie nun für die Verluste der Anlage, die sich als Flop erwies.

Filmfonds und die Bankberatung: Neverending Story?

Das Geldinstitut verkaufte dem Kunden eine Beteiligung an einem Filmfonds, klärte aber nicht ausreichend über die Risiken auf. Außerdem wurde er nicht auf hohe Vertriebskosten hingewiesen. Auf Grundlage dieser lückenhaften Informationen zahlte er 2001 für die Beteiligung an dem Fond 25 000 Euro.

 

Kunde war in dieser Anlageform unerfahren

Der betreffende Anleger hatte bis zu dem Geschäft nur Erfahrungen mit Aktien und Aktienfonds. Bei dem Filmfonds handelte es sich dagegen um eine echte unternehmerische Beteiligung als Kommanditist, die im Handelsregister eingetragen wird.

 

Bad beratende Bank: für Verluste gerade stehen

Der Filmfonds entwickelte sich aber schlecht, so dass der Anleger 2006 seine Beteiligung für rund 5000 Euro an eine bankeigene Gesellschaft verkaufte. Die Differenz muss die Bank nun nach einem Urteil desLG Magdeburg erstatten (O 2149/09). Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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