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Anteilsvereinigung: Keine ertragsteuerliche Berücksichtigung der entstandenen Grunderwerbsteuern

Die infolge der Einlage aufgrund Anteilsvereinigung entstehenden Grunderwerbsteuern erhöhen weder den Teilwert der eingelegten Anteile noch sind sie den bereits vorher gehaltenen (Alt-)Anteilen als nachträgliche Anschaffungs(neben)kosten zuzurechnen.

Entscheidungsstichwörter

Bewertung eingelegter Kapitalgesellschaftsanteile - Keine Berücksichtigung der aufgrund Anteilsvereinigung entstandenen Grunderwerbsteuern

Leitsatz

1. Anteile an einer Kapitalgesellschaft, die eine juristische Person des öffentlichen Rechts in eine Tochtergesellschaft eingelegt hat, sind bei dieser mit dem Teilwert und nicht mit den Anschaffungskosten anzusetzen.

2. Die infolge der Einlage aufgrund Anteilsvereinigung entstehenden Grunderwerbsteuern erhöhen weder den Teilwert der eingelegten Anteile noch sind sie den bereits vorher gehaltenen (Alt-)Anteilen als nachträgliche Anschaffungs(neben)kosten zuzurechnen.

Normenkette

EStG § 6 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3, Nr. 5 Satz 1 Halbsatz 1, Halbsatz 2 Buchst. b

GrEStG § 1 Abs. 3 Nr. 1

HGB § 255 Abs. 1

Verfahrensgang

FG Baden-Württemberg vom 7. Juli 2009 6 K 2349/08

Urteil v. 14.3.2011, I R 40/10, veröffentlicht am 10.8.2011

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