Preißer/Rödl/Seltenreich, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Einführung ErbStG

Ausgewählte Literaturhinweise (vor der ErbSt-Reform 2016):

Birk, Die Erbschaftsteuer als Mittel der Gesellschaftspolitik, StuW 2005, 346;

Geck/Messner, ZEV-Steuerreport, ZEV 2010, 569;

Hey, BVerfG zur Erbschaftsteuer: Bewertungsgleichmaß und Gemeinwohlzwecke, JZ 2007, 564;

Hübner, Die "Erleichterung" der Unternehmensnachfolge nach der Entscheidung des BVerfG, DStR 2007, 1013;

Korezkij, Entwurf der ErbStR 2011: Klarstellungen und Verschärfungen bei Begünstigungen für Betriebsvermögen, DStR 2011, 1733;

Milatz/Bockhoff, Erbschaftsteuerlicher Schuldenabzug bei begünstigtem Vermögen: Risiken und Gestaltungsmöglichkeiten, ZEV 2011, 410;

Richter/Welling, Erbschaftsteuer und Unternehmensnachfolge, Berliner Steuergespräche (2006);

Schulte/Pfeifer/Bornbaum, Referentenentwurf (JStG 2010), DB 2010, 812;

Viskorf, Verfassungsrechtliche Fragen der Erbschaftsteuer und der geplanten gesetzgeberischen Neuregelung, FR 2007, 624;

Wachter, Erbschaftsteuerfreibeträge und Europarecht, ErbStB 2005, 357;

Zipfel, Eckpunkte zum Referentenentwurf zur Erbschaftsteuerreform 2008, BB 2007, 2651.

Ausgewählte Literaturhinweise (zur ErbSt-Reform 2016):

Bilsdorfer, Die neue Erbschaftsteuer – nach Karlsruhe oder schon wieder vor Karlsruhe, ZRP 2016, 9;

Burwitz/Wobst, Neue Entwicklungen im Steuerrecht. Das neue Erbschaftsteuerrecht, NZG 2016, 1176;

Crezelius, Erbschaftsteuerreform 2016: Ein rechtssystematischer Überblick, ZEV 2016, 541;

Geck, Die neuen Voraussetzungen der Verschonung von Unternehmensvermögen unter Einschluss der Nachsteuertatbestände, ZEV 2016, 546;

Hannes, Neuregelungen zur Bewertung und zum Umfang der Verschonung, ZEV 2016, 554;

Holz, Das neue Verschonungssystem für Unternehmensvermögen, NJW 2016, 3750;

Höne, Aus § 13c wird § 13d, NWB-EV 1/2017, 14;

ders. Erbschaftsteuerreform 2016: Ein Überblick, NWB-EV 11/2016, 370;

Korezkij, Neuer Verwaltungsvermögenstest, DStR 2016, 2434;

Kowanda, Die neue Investitionsklausel des § 13b Abs. 5 ErbStG, DStR 2017, 469;

Maier, Die Verschonungsbedarfsprüfung bei § 28a ErbStG bei Großerwerben, ZEV 2017, 10;

von Oertzen/Reich, Erbschaftsteueroptimierung bei Plan- bzw. Deckungsvermögen für Altersversorgungsverpflichtungen, Ubg. 2017, 1;

Reich, Keine Übergangszeit in der Erbschaftsteuer, DStR 2016, 1459;

ders., Gestaltungen im Unternehmenserbschaftsteuerrecht, DStR 2016, 2447;

Riegel/Heynen, Erbschaftsteuerreform 2016 – Das vorläufige Ende einer Hängepartie, BB 2017, 23;

Theuffel-Werhahn, Familienstiftungen als Königsinstrument für die Nachfolgeplanung aufgrund der Erbschaftsteuerreform, ZEV 2017, 17;

Thonemann-Micker/Krogoll, Erbschaftsteuerreform 2016: Ausgewählte Fragestellungen für die Beratungspraxis, NWB-EV 11/2016, 378;

Uhl-Ludäscher, Vorababschlag für qualifizierte Familienunternehmen, ERbStB 2017, 42;

Viskorf/Löcherbach/Jehle, Die Erbschaftsteuerreform – Ein erster Überblick, DStR 2016, 2425;

Wachter, Erste Konturen des neuen Erbschaftsteuerrechts, FR 2016, 690;

Weber/Schwind, Vorababschlag für Familienunternehmen gem. § 13a Abs. 9 ErbStG: …, ZEV 2016, 688;

de Werth, Die neuen Verschonungsregeln als gemeinschaftswidrige Beihilfen?, DB 2016, 2692;

Zwirner/Vodermeier, Neuer Kapitalisierungsfaktor nach § 203 BewG für das vereinfachte Ertragswertverfahren durch die ErbSt-Reform, DB 2016, 2983.

1 Historische und wirtschaftliche Bedeutung der Erbschaftsteuer

1.1 Das Erbschaftsteuergesetz in seiner historischen Entwicklung

 

Rz. 1

Eine Erbschaftsteuer gab es schon in der Antike (Meincke, StuW 1978, 352 zur ErbSt im alten Rom sowie ders., ErbStG-Komm., Einf. 9–14). In Deutschland war das am 01.01.1900 in Kraft getretene BGB der Wegbereiter für ein einheitliches Erbschaftsteuerrecht (ReichserbschaftsteuerG 1906). Danach brachte das ErbStG 1919 einen – neben der Erbanfallsteuer (des Erwerbers) – zweiten Steuertatbestand, die Nachlasssteuer (des Verstorbenen). In der Folgezeit wurde die Steuer auf den Nachlass aufgehoben und das ErbStG 1925 bildete – zusammen mit der eingeführten Vermögensteuer – die Grundlage für die Nachlass- und Vermögensbesteuerung bis zum Jahre 1973.

 

Rz. 2

Das seit 01.01.1974 geltende ErbStG 1974 löste für 23 Jahre die alte Rechtslage ab und die Besteuerung unentgeltlicher Vermögensübertragungen war nunmehr durch folgende Eckpunkte charakterisiert:

  • bei der Bewertung des Grundvermögens wurden die niedrigen Einheitswerte von 1964 mit 40 % indiziert und auf 140 % angesetzt;
  • gesellschaftsrechtliche "Schlupflöcher" wurden mittels § 7 Abs. 57 ErbStG geschlossen;
  • die Ersatzerbschaftsteuer auf Familienstiftungen wurde eingeführt.
 

Rz. 3

Während das StÄndG 1992 mit der sog. verlängerten Maßgeblichkeit der Steuerbilanz für die Bewertung des vererbten bzw. verschenkten Betriebsvermögens (anstelle des früheren Teilwertansatzes) eine wesentliche Verbesserung und Erleichterung bei der Unternehmensübertragung mit sich brachte, gab es durch das JStG 1997 gravierende Änderungen, die weitestgehend auf den BVerfG-Beschluss vom 22.06.1995 (BStBl II 1995, 655: Abschaffung der Vermögensteuer und Neubewertung bei der Erbschaftsteuer) zurückzuführen waren. Als eine der Hauptänderungen wurden die Einheitswerte als Bewertungsgrundlage für das Grundvermögen durch ein Ertragswertverfahren ersetzt, das im Ergebnis zu einem Ansatz des Immobilienvermögens von ca. 50 % des Verkehrsw...

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