| Steuerhinterziehung

Zahl der Selbstanzeigen verdoppelt

Selbstanzeigen machen viel Arbeit für Berater
Bild: Haufe Online Redaktion

Der Boom bei Selbstanzeigen von Steuerbetrügern hat sich noch einmal verstärkt: Im ersten Halbjahr meldeten sich weit mehr als doppelt so viele Deutsche bei den Steuerbehörden wie in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.

Eine Umfrage des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in den 16 Bundesländern ergab, dass bis Ende Juni mehr als 22.600 Selbstanzeigen mit Bezug zu ausländischen Kapitaleinkünften eingingen. Im Vorjahreszeitraum waren es dagegen nur knapp 9.200. Damit ist absehbar, dass es auch für das Gesamtjahr einen Rekord gibt. 2013 gingen in zwölf Monaten 25.700 Selbstanzeigen bei den Behörden ein, 2010 waren es 27.600.

Die Finanzbehörden führen den Boom auf die Steueraffären des ehemaligen Präsidenten des FC Bayern München, Uli Hoeneß, und der Frauenrechtlerin Alice Schwarzer zurück. Außerdem sollen die Regeln für Selbstanzeigen zum Jahresbeginn 2015 verschärft werden. Seit Anfang 2010 haben sich laut "Spiegel" fast 90.000 Deutsche selbst angezeigt. Die geschätzten Mehreinnahmen des Staates summierten sich auf mehr als vier Milliarden Euro.

Schlagworte zum Thema:  Selbstanzeige, Steuerhinterziehung, Steuerstrafrecht

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