17.07.2012 | Steuerhinterziehung

Ex-Handball-Manager gesteht

Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Der ehemalige Magdeburger Handball-Manager Bernd-Uwe Hildebrandt hat im Prozess wegen Steuerhinterziehung ein Geständnis abgelegt.

Am Montag gab der frühere Geschäftsführer des Bundesligisten SC Magdeburg vor dem Amtsgericht Magdeburg zu, dass es Unstimmigkeiten gegeben habe. Sein Ziel sei es jedoch immer gewesen, erstklassige Spieler anzuwerben und zu halten.
An den Berechnungen von Staatsanwaltschaft und Finanzamt, wonach ein Steuerschaden von mehr als 800.000 Euro entstanden sein soll, zweifelte Hildebrandt nicht. Zu Details könne er selbst jedoch nichts sagen, weil sich Mitarbeiter darum gekümmert hätten. Er selbst sei für das Grobe zuständig gewesen und lege sich zur Last, seinen Pflichten als Geschäftsführer nicht nachgekommen zu sein.

Hildebrandt ist unter anderem angeklagt, weil er beim Finanzamt weniger Tickets angegeben haben soll als tatsächlich verkauft wurden. Das Geld soll er für den Club verwendet haben. Hildebrandt gab am Montag zu, dass Spieler Zahlungen an der Steuer vorbei erhalten hatten und auch geldwerte Vorteile bekamen.

Das Geständnis Hildebrandts kam nach einem Rechtsgespräch zustande, in dem er sich zu einer Aussage bereiterklärt hatte. Das Gericht hatte im Gegenzug zugesagt, eine Gesamtfreiheitsstrafe von nicht mehr als einem Jahr und sechs Monaten zu verhängen. Dem hatte auch die Staatsanwaltschaft zugestimmt. Mit einem solchen Rechtsgespräch ist es möglich, Verfahren abzukürzen. Grundlage ist, dass der Angeklagte sich geständig einlässt.

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