12.09.2013 | Top-Thema Mehr Flexibilität in der Steuerberatungskanzlei

Auch Arbeitszeiterfassung angehen

Kapitel
Stechuhren kommen in manchen Kanzleien noch zum Einsatz.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Gerade die Vertrauensarbeitszeit zeigt, dass nicht nur das Modell an sich, sondern auch die Art der Arbeitszeiterfassung zur Flexibilität beiträgt.

So gibt es Steuerkanzleien, die komplett ohne Arbeitszeiterfassung auskommen. In den meisten Steuerberatungskanzleien und -gesellschaften wird die Arbeitszeiterfassung automatisch von der Kanzleisoftware übernommen. Denn neben der reinen Zeiterfassung werden so zugleich die erledigten Aufgaben und deren Verteilung auf die unterschiedlichen Mandate dokumentiert. Aber auch die veraltet anmutende Stechuhr kommt in diversen Steuerbüros und -gesellschaften noch zum Einsatz. Neben der Transparenz ermöglicht diese Form der Zeiterfassung scheinbar die größte Gerechtigkeit: Schließlich werden damit sämtliche Rauchpausen, private Behördengänge oder Arztbesuche der Mitarbeiter erfasst.

Die Ampel vereinfacht die Handhabung

Bei der Umstellung auf flexiblere Arbeitszeiten eignen sich für Kanzleien mit Zeiterfassung sog. Ampelkonten. Das Prinzip ist einfach: Mitarbeiter sparen Arbeitszeit an, um sie bei Bedarf abfeiern zu können. Die Ampelregelung erlaubt eine besondere Steuerung der Zeitguthaben und -schulden und ist für die Kanzlei besonders sinnvoll, wenn die Anforderungen aus konjunkturellen oder saisonalen Gründen schwanken.

Dabei sorgt der Farbenmechanismus dafür, dass die Zeitkonten nicht "überlaufen" oder eine zu große Zeitschuld aufweisen: In der Grünphase können die Beschäftigten ihre Arbeitszeit eigenverantwortlich gestalten, in der Gelbphase sollten sie sich mit ihrer Führungskraft absprechen, um das Konto wieder in den grünen Bereich zu bringen. Befindet sich das Konto in der Rotphase, kann die Führungskraft bestimmen, wie und wann gearbeitet werden darf.

Schlagworte zum Thema:  Teilzeit, Steuerberater, Arbeitszeit, Kanzleimanagement, Kanzleigründung

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