27.09.2012 | ELStAM

Lohnsteuer-Freibeträge für 2013 müssen neu beantragt werden

Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag beim Finanzamt stellen
Bild: Michael Bamberger

Der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) weist darauf hin, dass Anträge zur Berücksichtigung eines Freibetrags für den Lohnsteuerabzug in 2013 nun ab Oktober 2012 beim zuständigen Finanzamt gestellt werden müssen.

In den vergangenen Jahren (bis 2010) erhielten die Arbeitnehmer zu dieser Jahreszeit die neuen Lohnsteuerkarten für das Folgejahr per Post zugesandt. Für die Jahre 2011 und 2012 galt eine Übergangsregelung. Zum 1. Januar 2013 soll nun die elektronische Lohnsteuerkarte an den Start gehen. Von diesem Zeitpunkt an greifen die Arbeitgeber auf das elektronische Verfahren
zu, und können die "Elektronischen Lohn-Steuer-Abzugs-Merkmale (ELStAM)" für ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer feststellen.

Bis 2010 wies die Lohnsteuerkarte die für den Lohnsteuerabzug im jeweiligen Jahr relevanten Daten aus. Die Freibeträge waren jährlich neu einzutragen. Für die Jahre 2011 und 2012 wurden mit Blick auf die geplante und zweimal verschobene Einführung des neuen elektronischen Verfahrens keine neuen Lohnsteuerkarten mehr ausgegeben. Deshalb galten in den letzten beiden Jahren ausnahmsweise die Freibeträge aus dem Jahr 2010 ohne Antrag im Folgejahr weiter. Ab Januar 2013 entfällt diese Regelung.

Anträge zur Berücksichtigung eines Freibetrags (z. B. für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte) müssen nun ab Oktober 2012 beim zuständigen Finanzamt gestellt werden. Lediglich Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene, die bereits über das Jahr 2012 hinaus gewährt wurden, behalten ihre Gültigkeit.

Erich Nöll, Geschäftsführer des BDL erklärt dazu: "Arbeitnehmer brauchen keine Angst zu haben, die eventuell vom Arbeitgeber zu viel einbehaltene Lohnsteuer geht ihnen nicht verloren. Versäumt es der Arbeitnehmer, rechtzeitig einen entsprechenden Lohnsteuer-Ermäßigungsantrag beim Finanzamt zu stellen, kann er dies auch im Laufe des Jahres 2013 für die verbleibenden Monate nachholen oder er macht die Aufwendungen erst im Rahmen der Einkommensteuererklärung 2013 im Nachhinein geltend. Der Steuervorteil wirkt sich dann zeitverzögert als höhere Einkommensteuererstattung aus."

Schlagworte zum Thema:  Lohnsteuer, Lohnsteuerermäßigung, ELStAM

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