| Kanzleinachfolge

Gehen, wenn es am schönsten ist

Bild: Haufe Online Redaktion

Wer den dritten Lebensabschnitt mit mehr als nur Arbeit verbringen will, sollte sich frühzeitig Gedanken zu einer möglichen Kanzleiübergabe machen.

Im Vorfeld einer Kanzleiübergabe oder eines -kaufs gilt es eine Vielzahl an Überlegungen anzustellen. Dort, wo die nüchterne Investitionsrechnung eines möglichen Erwerbers und die emotionale Sicht eines Verkäufers aufeinanderprallen, müssen Rendite, Kostenstruktur, Mandantschaft und viele weitere Faktoren aus der Sicht eines Dritten abgeklopft werden.

Im ersten Schritt muss sich ein Verkäufer ein objektives Bild seiner Kanzlei verschaffen und dabei fachliche und betriebswirtschaftliche Kriterien sauber voneinander trennen – für viele eine herausfordernde Aufgabe, die den oft gescheuten Blick auf die eigene BWA endgültig einfordert. "Ein Inhaber muss seine Kanzlei 'entpersonalisieren' – das fällt vielen, gerade langjährig aktiven Steuerberatern sehr schwer", erläutert Michael Loch, Geschäftsführer des Kölner Unternehmensvermittlers Glawe GmbH. Er erlebt immer wieder, dass erfahrene Berufsträger dazu neigen, ihre eigenen Vorstellungen von der Ausführung ihrer Tätigkeit auf einen möglichen Nachfolger zu übertragen, Stichwort "Tunnelblick".

Doch die Vorstellungen eines erfüllten Arbeitslebens weichen voneinander ab: 60- bis 70-jährige Altinhaber verfolgen in der Regel einen anderen Lebensentwurf als die Käufer-Generation der 30- bis 40-jährigen. Fragen wie "Geht das auch anders?" und "Lasse ich einen anderen Weg innerlich zu?" helfen, hier klare Sicht zu behalten.  

 

Diese Meldung ist Teil unserer Serie rund um "Kanzleinachfolge und Kanzleikauf". Sie entstand in Kooperation mit der Glawe GmbH, Köln.

Schlagworte zum Thema:  Kanzleiorganisation, Kanzlei, Kanzleimanagement

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