| Bundesrechnungshof

Erhebliche Steuerausfälle bei Internet-Leistungen

Steuerausfälle in Millionenhöhe befürchtet
Bild: Haufe Online Redaktion

Beim Verkauf von Internet-Leistungen gehen Deutschland nach Einschätzung des Bundesrechnungshofes Umsatzsteuerausfälle in mehrstelliger Millionenhöhe verloren.

Dabei geht es um den Verkauf beispielsweise von Musik- und Videodateien, E-Books oder Software durch Unternehmen mit Sitz außerhalb der EU, wie die Rechnungsprüfer am Dienstag in Bonn mitteilten. Der Schaden ergebe sich aus einer hohen Dunkelziffer nicht registrierter Unternehmen als auch vergleichsweise geringen Steuereinnahmen in diesem Bereich.

Im Jahr 2013 waren in der gesamten EU den Angaben zufolge nur knapp 500 Unternehmen aus Drittstaaten registriert, die an einem zwischen den EU-Staaten abgestimmten Besteuerungsverfahren teilnehmen. Gleichzeitig erziele Deutschland jährlich nur rund 23 Millionen Euro Umsatzsteuer, was einem Umsatz dieser Unternehmen mit deutschen Abnehmern von gerade einmal 120 Millionen Euro entspreche.

"Angesichts eines stetig wachsenden, milliardenschweren Marktes für Internetleistungen geht der Bundesrechnungshof deshalb von erheblichen Steuerausfällen aus" heißt es in der Mitteilung. Die Behörde forderte das Bundesfinanzministerium auf, die steuerliche Kontrolle zusammen mit den Ländern zu verbessern.

Schlagworte zum Thema:  Internet, E-Commerce, Umsatzsteuer

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