20.11.2014 | Kanzleinachfolge

Erfolgreiche Nachfolgersuche

Bild: Haufe Online Redaktion

Das eigene Lebenswerk in fremde Hände zulegen ist kein einfaches Unterfangen. Doch nur wem es gelingt, eine sachliche Herangehensweise zu finden, erzielt ein optimales Ergebnis.

Fast drei Viertel aller Transaktionen rund um den Kauf und Verkauf einer Steuerkanzlei scheitern nicht an Faktoren, die Vermittler oder Käufer zu vertreten haben, sondern aufgrund eines subjektiven Rückzugs des Verkäufers so die Erfahrungen des auf Vermittlung von Steuerkanzleien spezialisierten Kanzleivermittlers Glawe GmbH. Zuallererst muss der Verkäufer sich selbst prüfen: 

  • Will ich meine Kanzlei wirklich verkaufen?
  • Was sind meine Beweggründe für diese Entscheidung?
  • Wie sieht das Profil meines idealen Käufers aus?
  • Welche Aspekte sind mir persönlich besonders wichtig?

Die nüchterne Bewertung der Antworten auf diese Fragen ist eine wichtige Objektivierung und eine wertvolle Richtschnur in dem sonst häufig sehr emotionalen Verkaufsprozess. Wer verkaufen will, muss Klarheit haben oder sich schaffen über die Zeit nach dem Verkauf. Zentral ist hier die Beantwortung der Frage: Welches Leben gibt es – für mich – danach?  Es geht schließlich noch über rund 30 Jahre, insbesondere wenn jemand vorausschauend plant. Auch benötigt man für einen erfolgreichen Verkauf eine klare Vorstellung über das objektive Profil der Praxis – idealerweise existiert dieses als schriftliche Niederlegung.

Auch eine Zusammenstellung der harten Fakten zur eigenen Person als Betreiber einer Steuerkanzlei hilft, den richtigen Nachfolger für genau diese Kanzlei zu finden. Zudem muss man sich fragen, inwieweit die Mandate auf einen Käufer übertragbar sind. Wer seriös anbietet, versetzt sich auch in die Perspektive eines möglichen Nachfolgers und rechnet sauber aus, ob die abzugebende Praxis überhaupt eine ausreichende Rentabilität für eine Existenzgrundlage bietet. Gerade wenn Verbindlichkeiten bei einem Übergabeprozess anfallen, wird dieser Aspekt häufig unterschätzt. An dieser Stelle unterliegen viele Verkäufer einem Tunnelblick, der den Fokus allzu stark verengt. Wer an dieser Stelle weiter denkt, erhöht seine Chancen auf einen erfolgreichen Verkauf.

 

Diese Meldung ist Teil unserer Serie rund um „Kanzleinachfolge und Kanzleikauf“. Sie entstand in Kooperation mit der Glawe GmbH, Köln.

Schlagworte zum Thema:  Kanzlei, Kanzleiorganisation, Kanzleimanagement

Aktuell

Meistgelesen