26.01.2012 | Kanzlei & Co.

Einkommensteuer 2011: Anlage KAP - abgeben oder nicht?

Seit Einführung der Abgeltungsteuer stellt sich jedes Jahr die Frage, ob und in welchen Fällen die Anlage KAP ausgefüllt werden muss oder sollte. Unser Top-Thema sagt es Ihnen.

Bei Kapitalerträgen ist die Besteuerung nach § 43 Abs. 5 EStG mit dem Einbehalt durch die Banken abgegolten, sodass sie nicht in der Einkommensteuererklärung anzuführen sind.

Dieser Grundsatz gilt für natürliche Personen mit Finanzanlagen im Privatvermögen, die Einkünfte gem. § 20 EStG erzielen. Dadurch wirken sie sich nicht mehr belastend auf die übrige Einkommensteuerprogression des Sparers aus.

Trotz des Entlastungseffekts - insbesondere für Anleger mit hohem Gesamteinkommen - lohnt sich die Angabe der Kapitaleinnahmen dennoch in vielen Fällen, selbst wenn die Bank beim Steuereinbehalt alles richtig gemacht haben sollte.

In anderen Fällen wiederum müssen die privaten Kapitaleinnahmen sogar zwingend gem. § 32d Abs. 3 EStG in die Steuererklärung, wenn sie noch nicht vorab der Kapitalertragsteuer unterlegen haben oder die Höhe des Abzugs zu gering war. Darüber hinaus gelten die Einkünfte für 2011 ein letztes Mal als Bemessungsgrundlage für 5 Nebenrechnungen im Einkommensteuerbescheid.

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