21.03.2011 | Kanzlei & Co.

E-Bilanz: Software-Anbieter treffen sich

Die Pilotphase zur E-Bilanz ist in vollem Gange, die Software-Anbieter tauschten sich jetzt in Berlin aus. Dabei konnten die meisten zumindest bei der Technik eine grün-gelbe Ampel setzen. Probleme scheint noch der Elster Rich Client zu bereiten.

Unter der Moderation von Jörg Kraeusel aus dem Bundesfinanzministerium fand am Mittwoch, den 16.3. in Berlin ein Treffen der Software-Anbieter zur E-Bilanz statt. Eingeladen hatte der Dachverband Bitkom. Das Treffen diente dem Austausch von ersten Erfahrungen aus der seit Februar laufenden Pilotphase.

An der Pilotphase teilnehmen wollen knapp 200 Unternehmen, mehr als 120 Teststeuernummern sind bisher verteilt. Die Testphase läuft Ende April aus, für technische Fragen gibt es ein Anwenderforum.

Der Stand bei den  Softwareanbietern ist noch unterschiedlich, einige wenige sind schon jetzt ohne Probleme startklar, die anderen können erste Tests erst Anfang April fahren, sind aber in puncto Technik recht entspannt.

Viele fachliche Probleme

Die Software-Unternehmen erwarten bei den Tests aber vor allem inhaltliche und organisatorische Probleme ihrer Kunden als Hauptthema, also etwa

  • ob alle Fälle abgedeckt werden können,
  • dass der Umfang der Taxonomie zu groß ist,
  • dass die Mussfelder den Unternehmen Schwierigkeiten bereiten
  • in größeren Unternehmen arbeiten verschiedene Abteilungen (Rechnungswesen und Steuern) an der Bilanz

Eins der noch nicht befriedigend gelösten Themen war wohl noch der Elster Rich Client, kurz ERiC. Dieser wird von der Finanzverwaltung zur Verfügung gestellt und dient dazu, die XBRL-Instanzen zu validieren und plausibilisieren. XBRL-Instanzen sind Dokumente, die die Daten eines elektronischen Berichts enthalten. Die Begriffe Instance Document, XBRL Instance Document, XBRL-Report, XBRL-Instanz und XBRL-Daten werden in der Praxis synonym verwandt.

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