14.08.2013 | Schweiz

Drei Jahre Gefängnis für deutschen Bankdaten-Dieb

Der Angeklagte befindet sich im vorgezogenen Strafvollzug.
Bild: Haufe Online Redaktion

Ein mutmaßlicher Bankdaten-Dieb aus Deutschland soll in der Schweiz zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren verurteilt werden. Auf das Strafmaß - die Hälfte soll zur Bewährung ausgesetzt werden - haben sich der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft geeinigt.

Das Schweizer Bundesstrafgericht werde in der kommenden Woche entscheiden, ob es den Deal mit dem geständigen Deutschen akzeptiert und ein entsprechendes Urteil fällt.

Neben der Gefängnisstrafe sollen Bankguthaben des Mannes in Höhe von umgerechnet rund 190.000 EUR, Fahrzeuge sowie Münz- und Uhrensammlungen beschlagnahmt werden. Der 54-jährige IT-Techniker hatte laut Anklage rund 2.700 Datensätze deutscher Kunden der Zürcher Privatbank Julius Bär an den deutschen Fiskus verkauft. Er war 2012 aufgeflogen und im Juni 2013 vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona (Kanton Tessin) angeklagt worden.

Der Mann befindet sich auf eigenen Wunsch im vorgezogenen Strafvollzug. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren ihm von einem deutschen Fahnder 1,1 Millionen Euro Belohnung zugesagt worden. Tatsächlich habe er bei einem Treffen in Berlin nur 200.000 Euro erhalten. Der Rest sei zur Begleichung von Steuerschulden des Mannes beim deutschen Fiskus einbehalten worden.   

Schlagworte zum Thema:  Schweiz, Bankdaten, Steuerhinterziehung

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