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Dr. Staub & Partner: Tradition und Innovation

Seit bereits 45 Jahren und drei Steuerberater-Generationen versteht sich die als Familienbetrieb geführte Kanzlei Dr. Staub & Partner im Landkreis Main-Spessart als Treiber von Innovationen in langfristigen und stabilen Beziehungen zu ihren Mandanten. Traditionelle Werte und zugleich modernste interne Prozesse prägen die Kanzlei.

Innovation und digitale Transformation sind keine Selbstläufer

Dr. Marcus Staub weiß, dass digitale Transformation ein Prozess ist, der stetig vorangetrieben wird:

Wer als Unternehmer mit offenen Augen durch die Welt geht, erkennt zwangsläufig den stetigen Anpassungs- und Veränderungsbedarf in seinem Unternehmen. Steuerkanzleien – wie andere Unternehmen auch – müssen sich permanent den Marktbedürfnissen anpassen.

Daher gibt es in der Kanzlei auch keine Einzelmaßnahmen – Innovation wird als Gesamtpaket verstanden. Der geschäftsführende Partner legt, wie die anderen Familienmitglieder auch, großen Wert darauf, keine neuen Entwicklungen zu verpassen und stets veränderungsbereit zu bleiben.

Traditionelle Werte sind die Basis

Trotz Digitalisierung sieht Dr. Marcus Staub die Steuerberatung nach wie vor als sehr traditionelles Geschäft. Werte wie Vertrauen, Zuverlässigkeit und persönlicher Kontakt seien die Grundlage, um die Kanzlei in die Zukunft führen und entwickeln zu können.

Wir haben digital aufgestellte Mandanten, mit denen hat man sehr viel persönlichen Kontakt – manchmal sogar mehr als mit Mandanten, die uns ihre Papierbelege per Post schicken. Da geht es natürlich dann nicht um Buchführungs-Themen, sondern um die Entwicklung des Unternehmens, Strategie und betriebswirtschaftliche Beratung. Und diese Themen klappen face-to-face viel besser als über E-Mail.

Video: Interview mit Dr. Marcus Staub zur Basis von Innovation

Freiraum für persönliche Entwicklung

Schon immer setzte die modern aufgestellte Kanzlei auf flexible Arbeitszeitmodelle: Durch eine Zeiterfassung halten die Mitarbeiter ihre Arbeitszeiten nach, starre Vorgaben gab es von Anfang an nicht. Einige Angestellte arbeiten schon seit Jahren ausschließlich von zuhause aus, andere im Wechsel zwischen Kanzlei und Home-Office. Regelmäßige Fortbildung durch Seminare, Mitarbeiter-Workshops und Kanzlei-Networking sind fester Bestandteil der Unternehmenskultur, ebenso wie kanzleiinterne Jour-Fix Absprachen, um durchgehende Schulung sicherzustellen. Abläufe werden mit Hilfe von ProCheck dokumentiert und stehen dann auch neuen Mitarbeitern als Nachschlagewerk zur Verfügung. Ziel aller Maßnahmen sind langfristige und stabile Mandantenbeziehungen, denn die Abläufe, Prozesse und Bedürfnisse der Mandanten stehen immer im Vordergrund.

Unsere zentrale Herausforderung ist die stetige Anpassung unseres Dienstleistungsangebots an die Bedürfnisse unserer Mandanten. Das heißt auch, unseren Mitarbeitern kontinuierlich Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Video: Interview mit Dr. Marcus Staub zur Situation der Mitarbeiter

Im Netzwerk von den Besten lernen

Die Kanzlei Dr. Staub & Partner ist Gründungsmitglied im Steuerberater-Netzwerk PAP.LO – eine Gruppe von 20 innovativen Kanzleien, die sich bereits vor 15 Jahren unter dem Begriff "Buchen mit Zukunft" zusammengefunden hat und sich auch heute noch regelmäßig zum Erfahrungsaustausch trifft. Jede Kanzlei hat ihre eigenen Schwerpunkte und Erfahrungsschätze in verschiedenen Bereichen. So lernt jeder von jedem und bringt insgesamt die Kanzlei deutlich voran.

Keiner bunkert Wissen. Jeder teilt – jeder profitiert.

Auch die Mitarbeiter profitieren sehr stark vom Netzwerk der Kanzlei: Mitarbeiterworkshops führen dazu, dass die Kanzleiinhaber bei den Veränderungen auch ihre Mitarbeiter mitnehmen. Dr. Marcus Staub: "Wir erleben hier einen sehr starken Motivationsschub der Mitarbeiter sowie den Willen, Veränderungen in der Kanzlei zu initiieren".

Video: Interview mit Dr. Marcus Staub zum Steuerberater-Netzwerk

Kanzlei-Profil: Die Dr. Staub & Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB mit Hauptsitz in Partenstein und Zweigstellen in Karlstadt und Marktheidenfeld bietet Dienstleistungen an auf dem Gebiet der Steuer-, Vermögens- und Unternehmensberatung mit Schwerpunkt auf Unternehmensmandaten. Das Familienunternehmen im Landkreis Main-Spessart wird seit 3 Generationen von Steuerberatern der Familie Staub geführt, die nächste Generation rückt bereits nach. Die Kanzlei hat mehrere Auszeichnungen erhalten, u. a. 2019 das Label Digitale DATEV-Kanzlei und das Zertifikat TOP.Digital zertifizierter Steuerberater.

Abläufe, Prozesse und Bedürfnisse der Mandanten stehen im Vordergrund

Früher standen gerade bei Finanzbuchhaltung eher die Bedürfnisse der Kanzlei im Vordergrund. Ziel war, es die Mandanten zur pünktlichen und sorgfältigen Einreichung von Buchhaltungsbelegen zu erziehen. Heute hat sich die Betrachtungsperspektive der Kanzlei geändert: Die Abläufe, Prozesse und Bedürfnisse der Mandanten stehen im Vordergrund. Natürlich benötigt der Mandant eine korrekte Umsatzsteuervoranmeldung und eine aussagefähige betriebswirtschaftliche Auswertung.

Mindestens genauso wichtig sind aber die vorgelagerten kaufmännische Prozesse: "Ist mein Faktura- oder Warenwirtschaftssystem GoBD-konform? Wie bekomme ich eine tagesaktuelle offene Posten-Liste? Gerade Unternehmen ohne eigene Buchhaltungsabteilung benötigen hier Unterstützung von ihrem Steuerberater."

Auswertungen just-in-time, GoBD-konform und betriebsprüfungssicher mit schlanken Prozessen. Das verstehen wir unter digitaler Finanzbuchhaltung! Belege werden nicht mehr kopiert, sondern einmalig digitalisiert.

Video: Interview mit Dr. Marcus Staub zur Prozessberatung

Die Kanzlei nutzt DATEV EO comfort seit Markteinführung; Dokumentenmanagementsystem und Kanzleisoftware auf ASP-Basis gehören seit 15 Jahren zu den Kanzlei-Werkzeugen. Die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 und nach dem DStV-Qualitätssiegel 2018 waren die logischen Folgen. Bei der Unterstützung ihrer Mandanten im Rahmen der Digitalisierung ist die Kanzlei produktoffen. Neben DATEV setzt sie Cloudlösungen wie z. B. Scopevisio, Billomat oder lexoffice ein. Über einen Steuerberaterzugang kann sie unmittelbar auf die Daten der Mandanten zugreifen und passgenau die individuellen Bedürfnisse der Mandanten bedienen, d. h. in arbeitsteiligen Prozessen den Mandanten bei seinen kaufmännischen Abläufen unterstützen; und das tagesaktuell.

3 Fragen an Dr. Marcus Staub

1. Wieviel Innovation steckt in Ihrer DNA?

Staub: Ich bin ein sehr innovationsfreudiger Mensch. Ich habe mich schon immer gerne um EDV-Themen gekümmert, habe mir mit sechzehn Jahren selbst das Programmieren einigermaßen beigebracht und mit achtzehn als Student mein Studium damit verdient, dass ich Softwarepakete für Mandanten entwickelt habe. Dann ging das weiter, dass ich für die Kanzlei Lösungen entwickelt habe – Lösungen, die die DATEV damals noch nicht angeboten hat. Ja, Innovation, EDV, das ist mein Thema.

2. Sehen Sie sich als Widerspruch zur These, dass nur junge Leute etwas mit dem Thema "Innovation" anfangen können?

Staub: Innovation und Alter ist natürlich ganz klar ein Thema. Ich glaube aber, dass man auch in dem Alter Richtung fünfzig das Thema Innovation noch sehr gut vorantreiben kann.

3. Sind Ihre Mitarbeiter auch "Veränderer"?

Staub: Die Mitarbeiter bei uns in der Kanzlei sind tatsächlich Veränderer, weil sie immer wieder mit einzelnen Punkten kommen und sagen "Das läuft nicht gut" oder "Hier gibt es Verbesserungsmöglichkeiten". In regelmäßigen Jour Fixes, an denen Kanzleiführung und Mitarbeiter teilnehmen, werden diese Verbesserungsvorschläge auf Umsetzbarkeit geprüft. Das führt dazu, dass die Mitarbeiter sich an der Stelle auch ernst genommen fühlen und wir auch von dem Erfahrungsschatz der Mitarbeiter tatsächlich profitieren können. Also klassische Win-Win-Situation.

Hinweis der Redaktion: Zukunftsthemen in Steuerkanzleien 

Sie möchten die Erfahrungen mit dem digitalen Wandel in Ihrer Steuerkanzlei ebenfalls an dieser Stelle teilen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf unter steuern@haufe.de

Diesen und weitere Erfahrungsberichte finden Sie auch im neuen Haufe Steuer Office Excellence. Hier werden zum ersten Mal zentrale Zukunftsthemen systematisch in einer Datenbank aufbereitet und mit den steuerlichen Kernthemen der Kanzleien verknüpft. Es geht darum, gemeinsam die Chancen der Digitalisierung zu ergreifen und dabei neue Beratungspotenziale zu nutzen. Da dies großen Einfluss auf das gesamte Kanzleigefüge hat, hilft das Produkt auch dabei, die Kanzlei neu aufzustellen.

Haufe Online Redaktion