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BdSt: Pendlerpauschale überprüfen

Der Bund der Steuerzahler sieht wegen der hohen Benzinpreise Handlungsbedarf bei der Kilometerpauschale für Fahrten zum Arbeitsplatz.

"Die Kilometerpauschale muss realitätsgerecht sein. Angesichts der gestiegenen Kosten muss überprüft werden, ob die Kostenpauschale nicht angehoben werden muss", sagte Vizepräsident Reiner Holznagel den "Lübecker Nachrichten" (Sonntag). Die Pauschale beträgt seit 2004 je Kilometer 30 Cent.

Der Geschäftsführer des Neuen Verbandes der Lohnsteuerhilfevereine, Uwe Rauhöft, sagte dem Magazin "Focus": "Bei der ohnehin zu niedrigen Pauschale müsste mindestens ein Inflationsausgleich drin sein."

Klaus Ernst, Vorsitzender der Linkspartei, schloss sich der Forderung an: Seit 2004 seien die Benzinpreise um rund 50 Prozent gestiegen, argumentierte er in der "Leipziger Volkszeitung" (Montag). "Das ist eine schleichende Steuererhöhung für Pendler. Die Entfernungspauschale sollte die Ausgabensteigerungen für Pendler abbilden. Sie muss auf 45 Cent pro Kilometer erhöht werden."

Der Vorsitzende des Bundestags-Finanzausschusse, Volker Wissing (FDP), lehnt eine höhere Pauschale jedoch ab. "Die Mehrbelastungen der Autofahrer sind vor allem der Preispolitik der Energieunternehmen geschuldet. Der Staat kann mit den Steuern nicht die Preiserhöhungen privater Unternehmen ausgleichen, das würde diese lediglich zu weiteren Preissteigerungen animieren", sagte Wissing den «Lübecker Nachrichten».

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