19.01.2012 | Kanzlei & Co.

Anklage: Mit Handyhandel Steuern hinterzogen

Weil sie beim Handel mit Handys Umsatzsteuer in Millionenhöhe hinterzogen haben sollen, sind vier Geschäftsleute vor dem Frankfurter Landgericht angeklagt worden.

Die Ermittler werfen den vier Männern im Alter zwischen 26 und 52 Jahren vor, als Bande mit grenzüberschreitenden Handelsgeschäften gezielt Umsatzsteuer in Höhe von rund 23 Millionen Euro verkürzt zu haben. Sie müssen sich voraussichtlich vor der 28. Strafkammer des Gerichts verantworten, wie die Eingreifreserve der hessischen Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Drei der Angeklagten sitzen seit Juli in Untersuchungshaft.

Laut Anklage sollen die Männer ein Umsatzsteuerkarussell aufgebaut haben, in dem Waren nur zum Zwecke der Steuerhinterziehung bewegt werden. Die Mobiltelefone wurden aus dem Ausland importiert, über mehrere Tarnfirmen weitergegeben und dann wieder ins Ausland ausgeführt.

Die Importfirmen hätten dabei regelmäßig weder Umsatzsteuererklärungen abgegeben noch Steuern abgeführt, während die letzte Exportfirma sich das Geld vom Finanzamt illegal habe erstatten lassen, schilderte die Anklagebehörde das Vorgehen. Karusselle dieser Art seien seit Juli 2011 vom Gesetzgeber erschwert worden.

Aktuell

Meistgelesen