Die Senkung der USt-Sätze gilt für Lieferungen und sonstige Leistungen nach dem 30.6.2020 und vor dem 1.1.2021. Beachten Sie:

Eine Lieferung ist ausgeführt, wenn ein Gegenstand vom Unternehmer auf den Abnehmer wechselt und dieser über den Gegenstand im eigenen Namen verfügen kann (Verschaffung der Verfügungsmacht). Dies gilt auch für Werklieferungen. Wird der Gegenstand befördert oder versendet, gilt die Lieferung mit dem Beginn der Beförderung oder Versendung als ausgeführt.

Eine sonstige Leistung ist ausgeführt, wenn sie vollendet oder beendet ist. Dies gilt auch für Werkleistungen. Bei zeitlich begrenzten Dauerleistungen ist die Leistung mit Beendigung des Vertragsverhältnisses ausgeführt.

Übergangsregelung: Weist der leistende Unternehmer für eine nach dem 30.6.2020 und vor dem 1.8.2020 an einen anderen Unternehmer erbrachte Leistung in der Rechnung den vor dem 1.7.2020 geltenden Steuersatz aus und führt diesen Steuerbetrag ab, beanstandet es die Finanzverwaltung aus Vereinfachungsgründen nicht, wenn die betreffenden Rechnungen nicht berichtigt werden. Dem zum Vorsteuerabzug berechtigten Leistungsempfänger wird aus Gründen der Praktikabilität – entgegen § 14c Abs. 1 UStG – aus solchen unrichtigen Rechnungen ein Vorsteuerabzug auf Grundlage des ausgewiesenen Steuersatzes gewährt. Beachten Sie: Dies gilt entsprechend für die vom Leistungsempfänger berechnete Steuer, für die der Leistungsempfänger die Steuer nach § 13b UStG schuldet.[2]

Beraterhinweis Das BMF hat zu den sich zahlreich ergebenden Zweifelsfragen eine Fragen-und-Antwort-Liste auf seiner Webseite[3] veröffentlicht sowie am 30.6.2020 ein BMF-Schreiben bekannt gegeben.[4]

[3] S. unter https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/2020-06-25-faq-umsatzsteuersatzsenkung.html.

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