Bisher war es für die Verbleibens- oder Nutzungsvoraussetzung (§ 7g Abs. 4 EStG) schädlich, wenn begünstigte WG mit geminderten AK/HK einem Anderen für mehr als drei Monate entgeltlich oder unentgeltlich zur Nutzung (z.B. durch längerfristige Vermietung) überlassen wurden.[3]

Nunmehr auch Begünstigung vermieteter WG: Mit der Neufassung des § 7g EStG ist diese Beschränkung entfallen. Auch vermietete WG sind nun begünstigt. Die entsprechende Regelung des BMF-Schreibens wird somit gegenstandslos.

Beachten Sie: Das gilt auch dann, wenn der Steuerpflichtige das WG an einen anderen eigenen Betrieb vermietet. Schädlich ist hingegen die unentgeltliche Nutzung in einem anderen eigenen Betrieb.

Beraterhinweis Zeitraumbezogene Prüfung von Eigennutzung und Vermietung: Eigennutzung und Vermietung sind zeitraumbezogen und nicht wirtschaftsjahrbezogen zu prüfen. Soweit die Mietentgelte nicht dem Fremdvergleich entsprechen, erfolgt der Ausgleich unabhängig von § 7g EStG über die bestehenden Regelungen (z.B. verdeckte Gewinnausschüttungen).

[3] Vgl. BMF v. 20.3.2017 – IV C 6 - S 2139-b/07/10002-02 – DOK 2017/0202664, BStBl. I 2017, 423 Rz. 38 = EStB 2017, 147.

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