Der Gesetzgeber hat die bisherigen an das Betriebsvermögen (BV) anknüpfenden Größenmerkmale zur Abgrenzung von kleinen und mittleren Betrieben aufgegeben.[1] Künftig gilt für alle Einkunftsarten eine einheitliche Gewinngrenze i.H.v. 200.000 EUR als Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Förderungen nach § 7g EStG. Die von der Einkunftsart unabhängige einheitliche Gewinngrenze soll zu einer zielgenaueren und weniger verwaltungsaufwändigeren Abgrenzung der begünstigten Unternehmen führen.[2]

Beachten Sie: Die einheitliche Gewinngrenze gilt

Der maßgebliche Gewinn ist ohne die Hinzurechnungen nach § 7g Abs. 2 EStG zu ermitteln.

[1] Bislang galten für die einzelnen Einkunftsarten unterschiedliche Betriebsgrößenmerkmale, die nicht überschritten werden durften: bei bilanzierenden Steuerpflichtigen war dies ein BV von höchstens 235.000 EUR, bei LuF-Betrieben ein Wirtschaftswert oder Ersatzwirtschaftswert von höchstens 125.000 EUR und bei Betrieben mit einer Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG (Einnahme-Überschuss-Rechnung) ein Gewinn von höchstens 100.000 EUR.
[2] Tatsächlich wird mit der einheitlichen Gewinngrenze im Fall von Betrieben der LuF die Grenze zum Großbetrieb um 25.000 EUR überschritten, vgl. BMF zur Einordnung von Größenklassen gem. § 3 BpO 2000, BStBl. I 2018, 614.

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