Rz. 52

[Autor/Stand] Die Brutto-Grundfläche von Geschäftsgrundstücken und gemischt genutzten Grundstücken kann aus Vereinfachungsgründen anhand der nachfolgenden Umrechnungsfaktoren[2] berechnet werden[3]. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei den Umrechnungsfaktoren um Durchschnittswerte handelt und die Anwendung im Einzelfall zu unzutreffenden Ergebnissen führen kann. Im Zweifel ist eine genaue Ermittlung der Brutto-Grundfläche erforderlich.

 

Rz. 53

[Autor/Stand] Umrechnungsfaktoren von Hauptnutzfläche[5] in Brutto-Grundfläche in der Reihenfolge der Normalherstellungskosten 1995:[6]

 
Grundstücksart Umrechnungsfaktor
Personal- und Schwesternwohnheime 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,65 m2 BGF
Altenwohnheime 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,85 m2 BGF
Hotels 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,80 m2 BGF
Krankenhäuser 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 2,50 m2 BGF
Kindergärten, Kindertagesstätten 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 2,00 m2 BGF
Schulen 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,80 m2 BGF
 
Grundstücksart Umrechnungsfaktor
Berufsschulen 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,80 m2 BGF
Hochschulen, Universitäten 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 2,05 m2 BGF
Funktionsgebäude für Sportanlagen 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,55 m2 BGF
Turnhallen, Sporthallen 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,40 m2 BGF
Hallenbäder 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 2,00 m2 BGF
Kur- und Heilbäder 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 2,05 m2 BGF
Tennishallen 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,20 m2 BGF
Reitsporthallen mit Stallungen 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,35 m2 BGF
Kirchen 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,45 m2 BGF
Gemeindezentren, Bürgerhäuser 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,65 m2 BGF
Saalbauten, Veranstaltungszentren 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,45 m2 BGF
Vereinsheime, Jugendheime, Tagesstätten 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,40 m2 BGF
Einkaufsmärkte 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,30 m2 BGF
Gemischt genutzte Wohn- und Geschäftshäuser (gemischt genutzte Grundstücke) 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,40 m2 BGF
Kaufhäuser, Warenhäuser 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,40 m2 BGF
Ausstellungsgebäude 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,40 m2 BGF
 
Grundstücksart Umrechnungsfaktor
Verwaltungsgebäude (zwei der mehr Geschosse) 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,65 m2 BGF
Bankgebäude 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 1,70 m2 BGF
Gerichtsgebäude 1 m2 Hauptnutzfläche erfordert durchschnittlich 2,05 m2 BGF
[Autor/Stand] Autor: Mannek/Krause, Stand: 01.06.2018
[2] Vgl. Normalherstellungskosten 1995 (NHK 1995) gemäß Runderlass des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau v. 1.8.1997 (RS I 3 - 63 05 04 - 4).
[3] So auch Punkt 8.3b) der Vfg. der OFD NRW v. 2.3.2010 "Arbeitshilfe zur Anwendung der neuen Grundbesitzbewertung", zuletzt aktualisiert am 5.1.2016 (Az.: 3015 – 2014/0001 – St 251).
[Autor/Stand] Autor: Mannek/Krause, Stand: 01.06.2018
[5] Hauptnutzfläche nach DIN 277 (1987). Danach gab es insgesamt sechs Hauptnutzungen (Wohnen und Aufenthalt; Büroarbeit; Produktion, Hand und Maschinenarbeit, Experimente; Lagern, Verteilen und Verkaufen; Bildung, Unterricht und Kultur; Heilen und Pflegen). Zu den Nebennutzflächen gehörten z.B. Sanitärräume, Fahrzeugabstellflächen oder Schutzräume. Im Jahr 2005 hat die DIN 277 einige Neuerungen erfahren. Seitdem wird u.a. nicht mehr zwischen Hauptnutzflächen und Nebennutzflächen unterschieden, sondern einheitlich von Nutzfläche gesprochen.
[6] Normalherstellungskosten 1995 (NHK 1995) gemäß Runderlass des Bundesministeriums für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau v. 1.8.1997 (RS I 3 - 63 05 04 - 4).

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