Für die Ermittlung der in Veranlagungszeiträumen bis 2004 aus versteuertem Einkommen geleisteten Teile der Altersvorsorgeaufwendungen sind die Beiträge zu den verschiedenen Sparten der gesetzlichen Sozialversicherung (einschließlich der ihnen gleichgestellten Teile der Vorsorgeaufwendungen nicht gesetzlich Versicherter) gleichrangig zu berücksichtigen. Alle anderen nach damaliger Rechtslage dem Grunde nach abziehbaren Vorsorgeaufwendungen werden i.R.d. Prüfung, in welchem Umfang Altersvorsorgeaufwendungen in früheren Veranlagungszeiträumen als aus versteuertem Einkommen geleistet gelten, lediglich nachrangig berücksichtigt.

Der BFH hält die Begrenzung der Betrachtung auf die Sozialversicherungsbeiträge bei Außerachtlassung der sonstigen Vorsorgeaufwendungen für zulässig, damit die Beiträge auch für die entfernte Vergangenheit zumeist mit vertretbarem Aufwand feststellbar sind. Bei Zusammenveranlagung von Eheleuten/Lebenspartnern, die jeweils eigene Vorsorgeaufwendungen getragen haben, werden die gemeinsamen Sonderausgaben-Höchstbeträge im Verhältnis der vorrangig zu berücksichtigenden Vorsorgeaufwendungen beider Eheleute/Lebenspartner aufgeteilt.

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