Private Kapitaleinkünfte in... / 5. Kapitalerträge, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben

a) Systematik der Eintragungen

In den Zeilen 14 bis 19 sind Angaben zu inländischen oder ausländischen Kapitalerträgen zu machen, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben. Allerdings sind hier nicht die Erträge aus inländischen oder ausländischen Investmentfonds zu erfassen. Die Angaben zu Investmentfonds, deren Erträge nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben, sind auf der Anlage KAP-INV einzutragen. In der Zwischenüberschrift zur Zeile 14 der Anlage KAP wird darauf gesondert hingewiesen.

b) Inländische Kapitalerträge (Zeile 14)

In Zeile 14 der Anlage KAP sind Angaben zu inländischen Kapitalerträgen zu machen, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben. Hierzu gehören z.B.

  • Zinsen aus Privatdarlehen,
  • Zinsen aus Gesellschafterdarlehen, die nicht tariflich nach § 32a EStG zu besteuern sind (lt. Zeile 21),
  • Prozesszinsen.

c) Ausländische Kapitalerträge (Zeile 15)

Zur Zeile 15 sind die Kapitalerträge einzutragen, die aus ausländischen Quellen stammen. Das können neben Zinsen aus Kapitalforderungen jeder Art z.B. auch Gewinnausschüttungen, Erträge aus stillen Beteiligungen oder Termingeschäfte sein. Sämtliche in § 20 Abs. 1 bis 3 EStG genannten Kapitalerträge können hier anzugeben sein. Maßgeblich ist, dass die Kapitalerträge nicht dem inländischen Steuerabzug unterlegen haben.

d) Erstattungszinsen

Erstattungszinsen sind gesondert in Zeile 19 zu erfassen.

 

Beraterhinweis

Beim BVerfG ist unter dem Az. 2 BvR 482/14 noch ein Verfahren anhängig, das die Steuerpflicht von Erstattungszinsen zum Gegenstand hat.

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