Schrifttum:

Becker, Die nachträgliche Anrechnung von Steuerabzugsbeträgen und anrechenbarer KSt, DStZ 1999, 933;

Günkel/Fenzl/Hagen, Diskussionsforum Unternehmenssteuerreform: Steuerliche Überlegungen zum Übergang auf ein neues Körperschaftsteuersystem, insb zum Ausschüttungsverfahren bei KapGes, DStR 2000, 445;

Klapdor/Hild, Die Übergangsregelungen im neuen KSt-Recht, DStZ 2000, 737;

Unfried, Besteuerung des Dividenden-Stripping nach der neueren Rspr des BFH, DStR 2000, 993;

Rau/Sahl, Dividendenstripping, BB 2000, 1112;

Sorgenfrei, Einzelaspekte des Dividenden-Stripping, FR 2001, 291;

Lutz, Der Erstattungsberechtigte in den Fällen zu Unrecht abgeführter LSt, DStZ 2001, 470;

Bergsteiner/Ritzer/Stangl, Steuersparmodell "Dividenden-Stripping": Alter Wein in neuen Schläuchen?, BB 2001, 544;

Wagner/Wenger, Dividenden-Stripping im Halbeinkünfteverfahren: Vom Missbrauchstatbestand zum Systembestandteil, BB 2001, 386;

Wurmsdobler, Unternehmenssteuerreform und Steuerplanung, DStZ 2001, 841;

Kollruss, Möglichkeiten zur Durchbrechung des Halbeinkünfteverfahrens – Dividenden-Stripping und Commanditaire Vennootschap, Stbg 2002, 97;

Haunhorst, Abrechnung, Anrechnung, Änderung, Anfechtung und so manch andere Frage, DStZ 2005, 706;

Billig, Steuergutschrift für von ausländischen Gesellschaften gezahlte Dividenden, FR 2006, 75;

Brusch, UnternehmensteuerreformG 2008: AbgSt, FR 2007, 999;

Desens, AbgSt, Teileinkünfteverfahren – Verschmelzungen vergessen?, FR 2008, 943;

Desens, Anrechnung der KapSt nach Leerverkäufen über den Dividendenstichtag – Zum Beschluss des Hessischen FG vom 08.10.2012, 4 V 1661/11, DStR 2012, 2381 in: DStR 2012, 2473.

Verwaltungsanweisungen:

BMF v 09.03.1998, BStBl I 1998, 347 (Familienleistungsausgleich);

BMF v 16.07.2003, BStBl I 2003, 385 (Günstigerprüfung iRd Familienleistungsausgleichs);

OFD Mchn v 01.12.2003, S 0160–2 St 312 (zusammen veranlagte Ehegatten: Erstattung überzahlter ESt);

OFD Ffm v 06.06.2006, S 2299a A 3-St 216 (Kapitaleinkünfte: Änderung der Steuerfestsetzung bzw -anrechnung); R 36 EStR 2012; H 36 EStH 2019.

I. Inhalt und Bedeutung

A. Rechtsentwicklung des § 36 EStG

 

Rn. 1

Stand: EL 147 – ET: 11/2020

§ 36 EStG ist durch die ESt-Reform 1975 (BGBl I 1974, 1769) anstelle von § 47 Abs 2 EStG in das EStG eingefügt worden.

IRd KStRefG v 31.08.1976 (BGBl I 1976, 2597) wurde mit Wirkung ab 01.01.1977 § 36 Abs 2 S 2 Nr 3 EStG eingefügt und Abs 3 neu gefasst.

§ 36 Abs 3 EStG wurde bzgl der Aufrundung der anzurechnenden Vorauszahlungen durch das StBerG v 14.12.1984 (BGBl I 1984, 1493) geändert.

§ 36 Abs 2 S 2 Nr 3 S 4 Buchst f EStG basiert auf dem WoBauFG v 22.12.1989 (BGBl I 1989, 2408).

Mit dem StandOG v 13.09.1993 (BGBl I 1993, 1569) ist § 36 Abs 2 S 2 EStG in Nr 2 (durch Einbeziehung der Bezüge iSd § 8b KStG), in Nr 3 (neuer Betrag der anrechenbaren KSt) und um Nr 3 S 4 Buchst g ergänzt worden.

IRd JStG 1996 v 11.10.1995 (BGBl I 1995, 1250) ist § 36 Abs 2 S 1 EStG eingeführt worden, der die Zurechnung des Kindergeldes zu der ESt regelt.

Durch das JStErgG v 18.12.1995 (BGBl I 1995, 1959) wurde Abs 2 S 1 neu gefasst.

Durch das Gesetz zur Familienförderung v 22.12.1999 (BGBl I 1999, 2552) wurde § 36 Abs 2 EStG redaktionell angepasst. Die Wörter "den Kinderfreibetrag" wurden durch die Angabe "einen Freibetrag nach § 32 Abs 6" ersetzt.

Zu wesentlichen Änderungen hat das StSenkG v 23.10.2000 (BGBl I 2000, 1433) geführt. Das seit 1977 geltende körperschaftssteuerliche Anrechnungsverfahren wurde abgeschafft und das sog Halbeinkünfteverfahren eingeführt.

Durch das StEuglG v 19.12.2000 (BGBl I 2000, 1790) wurde in Abs 3 die Angabe "Deutsche Mark" durch die Angabe "Euro" ersetzt.

Durch das StÄndG 2001 v 20.12.2001 (BGBl I 2001, 3794) wurde in § 36 Abs 2 S 1 EStG das Wort "Freibetrag" durch das Wort "Kinderfreibetrag" ersetzt.

Mit dem StÄndG 2003 v 15.12.2003 (BGBl I 2003, 2645) wurde § 36 Abs 2 S 1 EStG aufgehoben.

IRd JStG 2008 v 20.12.2007 (BGBl I 2007, 3150) ist § 36 Abs 3 S 1 EStG aufgrund der Streichung des § 36 Abs 2 S 1 angepasst worden.

Durch Art 1 des JStG 2010 v 08.12.2010 (BGBl I 2010, 1768) wurde ein Abs 5 eingefügt, der in den Fällen des ebenfalls mit dem JStG 2010 eingefügten § 16 Abs 3a EStG eine gestreckte Besteuerung auf Antrag ermöglicht.

Aufgrund des BeitrRLUmsG v 07.12.2011 (BGBl I 2011, 2592) wurde in § 36 Abs 5 S 1 EStG hinsichtlich der gegenseitigen Unterstützung im Rahmen der Amtshilfe auf die Beitreibungsrichtlinie Bezug genommen.

Mit dem AmtshilfeRLUmsGv 26.06.2013 (BGBl I 2013, 1809) wurde dann der Hinweis auf die Richtlinie 77/799/EWG und die dazu gehörigen Durchführungsbestimmungen mit Wirkung v 01.01.2013 ersetzt durch die "Amtshilferichtlinie gemäß § 2 Absatz 2 des EU-Amtshilfegesetzes".

Das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens v 18.07.2016 (BGBl I 2016, 1679) brachte zwei sachliche Änderungen in Abs 2 Nr 2 des § 36 EStG. Zum einen wurde der Steuerabzug auf Gewinne aus Anteilsveräußerung iSd § 8b Abs 2 KStG in die Anrechnung auf die festgesetzte ESt mit einbezogen und zum andern wurde durch den neuen S 3 in § 36 Abs 2 EStG die Vorlagepflicht hinsichtlich der Ka...

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