Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / ce) Einbringungsfälle
 

Rn. 502

Stand: EL 138 – ET: 09/2019

In Einbringungsfällen sind die Gesellschaftsanteile, die übertragende/ausgliedernde Rechtsträger als Gegenleistung für das eingebrachte BV (Betrieb, Teilbetrieb, Mitunternehmeranteil) erhalten, (Teil der) Gegenleistung, die im Falle des § 20 UmwStG in KapGes-Anteilen, im Fall des § 24 UmwStG in Anteilen an einer PersGes besteht (BFH v 29.11.2017, I R 7/16, BFH/NV 2018, 810), da die gesellschaftsrechtliche Einbringung oder Umwandlung immer auch eine Veräußerung darstellt (s Rn 75ff; BFH v 17.09.2014, IV R 33/11, BStBl II 2015, 717). Die Vorschriften des UmwStG (insb §§ 20ff UmwStG, § 24 UmwStG) regeln die Bewertung der erhaltenen Gegenleistung und gehen insoweit der Bewertung nach § 16 EStG (s Rn 542) vor (s Rn 18; BFH v 30.03.2017, IV R 11/15, BFH/NV 2017, 1125; BFH v 12.10.2011, VIII R 12/08, BStBl II 2012, 381; FG Nbg v 27.10.2016, 4 K 729/15), soweit deren Anwendungsbereich eröffnet ist (BFH v 17.09.2014, IV R 33/11, BStBl II 2015, 717). Bei Einbringungsfällen mit Zuzahlung entsteht in Höhe des Unterschieds zwischen dem Wert der Zuzahlung und den anteiligen Buchwerten der WG des BV ein Veräußerungsgewinn (FG Köln v 22.06.2011, 4 K 2859/07, EFG 2012, 90).

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