In Zeile 28 wird abgefragt, ob ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb unterhalten wird. Steuerpflicht besteht, wenn der Gewinn des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs den Freibetrag von 5.000 EUR nach § 24 KStG bzw. § 11 Abs. 1 Satz 3 Nr. 2 GewStG überschreitet. Ist das der Fall, sind Einnahmen und Ausgaben für jeden wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gesondert zusammenzustellen. Betragen die Bruttoeinnahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs 17.500 EUR oder mehr, ist zusätzlich der Vordruck EÜR mit der Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG abzugeben. In diesem Fall besteht nach § 60 Abs. 4 EStDV die Verpflichtung, einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck (Anlage EÜR) zu verwenden.[1] Diese Verpflichtung beruht auf einer gültigen Rechtsgrundlage.[2] Wenn die Bruttoeinnahmen weniger als 17.500 EUR betragen, kann der Gewinn formlos ermittelt werden.

Soweit Steuerpflicht besteht, ist die Steuererklärung KSt 1 A oder KSt 1 B abzugeben.

Der Vordruck KSt Ber 1 sieht Einzelangaben zu wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben in den Zeilen 29–40 nur für Beteiligungen an Gesellschaften vor. Werden andere wirtschaftliche Geschäftsbetriebe unterhalten, sind die Angaben in den Vordrucken KSt 1 A oder KSt 1 B zu machen.[3]

[1] Zum Vordruck für 2016: BMF, Schreiben v. 29.9.2016, IV C 6 – S 2142/07/10001 :001, BStBl 2016 I S. 1019.
[3] Zu Beispielen von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben Frotscher, G., in Frotscher/Drüen, KStG/GewStG/UmwStG, § 5 KStG Rz. 149 ff.

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