In den Zeilen 21 ff. sind die Einkünfte im steuerlichen Sinne einzutragen. Dazu gehören der Berichtigungsbetrag nach § 1 AStG und der Hinzurechnungsbetrag nach den §§ 7 ff. AStG. Der Vordruck KSt 1 B enthält keine Zeilen zur Entwicklung des Einkommens. In den Zeilen 21 ff. sind daher nicht die Gewinne anzugeben, sondern, soweit nicht anders vermerkt, die aus den Gewinnen entwickelten steuerpflichtigen Einkünfte. Soweit es sich um Einkünfte aus Gewerbebetrieb handelt, ist die Entwicklung in der Anlage GK vorzunehmen.

Die Einkünfte sind um ausländische Steuern, die nach § 26 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 KStG i. V. m. § 34c Abs. 2, 3 EStG von der Bemessungsgrundlage abzuziehen sind, zu vermindern. Das geschieht in der Anlage AESt, deren Werte in die Zeilen 52, 52a zu übernehmen sind. Außerdem sind die Einkünfte um im Inland nicht zu berücksichtigende ausländische Verluste in den Zeilen 53-53a zu erhöhen. Diese Verluste werden in der Anlage AEV ermittelt und in Zeilen 53-53a des Vordrucks KSt 1 B übertragen.

Aus den Einkünften ist dann durch Abzug der Spenden und der Berücksichtigung der Korrekturen nach § 2 Abs. 4 Satz 3, 4 UmwStG der Gesamtbetrag der Einkünfte (Zeilen 55–67), durch Abzug der Verluste und des Abzugsbetrags nach § 10g EStG das Einkommen (Zeilen 70-73) sowie durch Abzug der Freibeträge das zu versteuernde Einkommen (Zeilen 74, 75) zu entwickeln. Bei der Einkommensermittlung sind die Vorschriften des KStG und die auf Körperschaftsteuersubjekte anwendbaren Vorschriften des EStG zu beachten.

Die wichtigsten dieser Regelungen sind:

  • Nach § 15b EStG sind negative Einkünfte aus Verlustzuweisungsgesellschaften (Steuerstundungsmodellen) und ähnlichen Modellen nicht abzugsfähig.
  • Nach § 3 EStG oder nach anderen Vorschriften steuerfreie Einkünfte sind aus dem Einkommen auszuscheiden; das betrifft insbesondere Investitionszulagen. Hierzu gehörende Aufwendungen dürfen die Einkünfte nach § 3c EStG nicht mindern, sind also hinzuzurechnen.
  • Verdeckte Gewinnausschüttungen, die bei allen Körperschaftsteuersubjekten mit Ausnahme der Stiftungen und der Zweckvermögen vorkommen können, sind nach § 8 Abs. 3 KStG hinzuzurechnen.
  • Zinsaufwendungen, die die Gewinneinkunftsarten betreffen, sind u. U. nach § 4h EStG, § 8a KStG nur eingeschränkt zu berücksichtigen. Die Einkünfte sind daher um die entsprechenden nicht abzugsfähigen Zinsen zu erhöhen. Die Höhe der insgesamt abzugsfähigen und der nicht abzugsfähigen Zinsaufwendungen, der Zinsvortrag und der EBITDA-Vortrag werden in der Anlage Zinsschranke ermittelt. Bei Einkünften aus Gewerbebetrieb werden die nicht abziehbaren Zinsen aus der Anlage Zinsschranke in den Vordruck GK übertragen. In dem Betrag lt. Zeile 107 der Anlage GK, der in Zeile 23 des Vordrucks KSt 1 B zu übernehmen ist, sind die nicht abziehbaren Zinsen also bereits hinzugerechnet. Bei den anderen betrieblichen Einkunftsarten sind die Einkünfte entsprechend zu erhöhen. Zinsaufwendungen, die die Überschusseinkunftsarten betreffen, sind demgegenüber unbeschränkt abzugsfähig, da für diese Einkünfte § 4h EStG und § 8a KStG nicht gelten.
  • Bei Anwendung des § 8b KStG sind die Einkommensteile um steuerfreie Erträge nach § 8b Abs. 1 KStG und um steuerfreie Vermögensmehrungen bzw. -minderungen nach § 8b Abs. 2, 3 KStG gemindert bzw. erhöht einzutragen. Ebenfalls zu berücksichtigen sind § 8b Abs. 3 Satz 1 KStG sowie § 8b Abs. 5 KStG durch Hinzurechnung von 5 % der Vermögensmehrungen und Ausschüttungen inländischer und ausländischer Körperschaften als pauschal ermittelte nicht abziehbare Aufwendungen.
  • Nach § 10 KStG bzw. § 4 Abs. 5 EStG nichtabziehbare Ausgaben sind hinzuzurechnen. Für die Einkünfte aus Gewerbebetrieb werden diese Ausgaben in der Anlage GK ermittelt und den Einkünften zugerechnet. Für die anderen Einkunftsarten müssen diese Beträge die in den Vordruck KSt 1 B eingetragenen Einkünfte erhöht haben. Nicht abzugsfähige Aufwendungen sind insbesondere die Personensteuern (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag), Geldstrafen und Geldbußen, bestimmte Aufwendungen für Geschenke und Bewirtungskosten sowie Aufwendungen nach § 160 AO. Die nichtabziehbaren Ausgaben sind, sofern sie sich nicht nur auf eine einzelne Einkunftsart beziehen, den einzelnen Einkünften anteilig zuzuordnen.
  • Nicht abzugsfähige Verluste sind hinzuzurechnen. Betroffen sind insbesondere Verluste nach § 15 Abs. 4 sowie § 15a EStG, Verluste aus einem Staat, mit dem ein DBA besteht, sowie Verluste i. S. d. § 2a Abs. 1, 2 EStG aus einem Drittstaat, mit dem kein DBA besteht. Die nur beschränkt abziehbaren Verluste nach § 2a Abs. 1 EStG werden in der Anlage AEV ermittelt und in die Zeilen 53, 53a des Vordrucks KSt 1 B übertragen. Die Verluste sind keiner Einkunftsart zuzuordnen Soweit bestimmte Verluste bei Umwandlung mit steuerlicher Rückwirkung nach § 2 Abs. 4 UmwStG nicht abziehbar sind, sind die Einkünfte in den Zeilen 21–46 dennoch um diese Verluste zu kürzen. Die Ermittlung der nicht abziehbaren Verluste erfolgt erst in den Zeilen 66b ff. Die nicht abzugsf...

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