In diesem Abschnitt wird die Körperschaft aufgefordert, die Einnahme-Überschussrechnung bzw. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Geschäfts- und Tätigkeitsberichte für das laufende Jahr einzureichen. Da steuerbegünstigte Körperschaften die Erklärung nur alle 3 Jahre abzugeben haben, sind auch entsprechende Unterlagen für die beiden vorangegangenen Jahre beizufügen.

Für Steuerpflichtige, die ihren Gewinn durch Einnahme-Überschussrechnung nach § 4 Abs. 3 EStG ermitteln, besteht nach § 60 Abs. 4 EStDV die Verpflichtung, einen amtlich vorgeschriebenen Vordruck (Anlage EÜR) zu verwenden.[1] Diese Verpflichtung beruht auf einer gültigen Rechtsgrundlage.[2] Aus Vereinfachungsgründen gilt dies aber nicht, wenn die Betriebseinnahmen je Betrieb unter 17.500 EUR liegen. In diesem Fall kann der Gewinn formlos ermittelt werden. Es ergibt sich daher folgende Regelung:

  • Ermittelt die Körperschaft ihren Gewinn durch Betriebsvermögensvergleich, ist die Bilanz samt Gewinn- und Verlustrechnung elektronisch zu übermitteln.
  • Erzielt die Körperschaft Gewinneinkünfte und ermittelt den Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG, wobei die Einnahmen des Betriebs mindestens 17.500 EUR betragen, ist die Gewinnermittlung auf der Anlage EÜR vorzunehmen.
  • Erzielt die Körperschaft Gewinneinkünfte und ermittelt den Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG, wobei die Einnahmen des Betriebs nicht mehr als 17.500 EUR betragen, kann der Gewinn formlos ermittelt werden.
  • Erzielt die Körperschaft Überschusseinkünfte, ist der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten formlos zu ermitteln.

Die Anlage EÜR wird als Einkommensteuervordruck hier nicht erläutert.

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