Zeile 45 sieht eine außerbilanzielle Korrektur von Betriebsausgaben vor, die im Zusammenhang mit der Übertragung einer Versorgungsverpflichtung oder -anwartschaft auf einen Pensionsfonds stehen. Gemäß § 4e Abs. 3 EStG kann der Steuerpflichtige beantragen, dass Zahlungen zur Übernahme derartiger Verpflichtungen durch einen Pensionsfonds nicht sofort als Betriebsausgabe abzugsfähig sind, sondern linear über die der Übertragung folgenden 10 Jahre verteilt werden. Ein derartiger Antrag führt dazu, dass die entsprechenden Versorgungsleistungen gem. § 3 Nr. 66 EStG beim Leistungsempfänger steuerfrei sind, während sie sonst sofort zu versteuern wären.

Bei der Übertragung einer Pensionsverpflichtung ist die in der Steuerbilanz gebildete Rückstellung gem. § 6a EStG gewinn- und damit einkommenserhöhend aufzulösen. Dem steht einkommensmindernd die Zahlung des Steuerpflichtigen an den Pensionsfonds gegenüber, der die Pensionsverpflichtung übernimmt. Diese Zahlung ist aufgrund des den Rückstellungsbetrag übersteigenden gemeinen Werts der Pensionsverpflichtung regelmäßig höher als der Wert gem. § 6a EStG. Sie kann nach Wahl des Steuerpflichtigen sofort in voller Höhe oder bis zur Höhe der aufgelösten Rückstellung als Betriebsausgabe geltend gemacht und darüber hinaus auf 10 Jahre verteilt werden.[1] Wird der Differenzbetrag über 10 Jahre verteilt, ist er in Zeile 45 als außerbilanzielle Erhöhung einzutragen. In den folgenden 10 Jahren ist der anteilige Betrag entsprechend mit negativem Vorzeichen in Zeile 45 zu erfassen.

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