Die in den Zeilen 1 – 14 einzutragenden Angaben dienen der Identifizierung des Gewerbebetriebs sowie der Feststellung, wer Unternehmer und damit Steuerschuldner[1] und/oder gesetzlicher Vertreter ist und wem der Steuerbescheid zugesandt werden soll. Zeile 9 betrifft den Rechtsformwechsel, der hier anzuzeigen ist. Zeile 10b betrifft die Anlage EMU, die der Zurechnung der sich bei einer Mitunternehmerschaft insgesamt ergebenden Fehlbeträge und des maßgebenden Gewerbeertrags zu den Mitunternehmern[2] dient, wenn sich für den laufenden Erhebungszeitraum ein Gewerbeverlust ergibt oder zum Ende des vorangegangenen Erhebungszeitraums ein vortragsfähiger Verlust festgestellt wurde. Erfolgt die Ermittlung nach Rücksprache mit dem zuständigen Finanzamt –insbesondere bei Mitunternehmerschaften mit einer außergewöhnlich hohen Anzahl von Mitunternehmern mit häufigen unterjährigen Wechseln im Gesellschafterbestand oder in der Beteiligungsquote – formlos, sind die Ergebnisse der Berechnung in die Zeilen 87 – 104c einzutragen.

Die Zeile 9a betrifft den Gewerbeertrag nach § 7 Satz 5 GewStG bei Eigengesellschaften juristischer Personen des öffentlichen Rechts (steuerliche Behandlung dauerdefizitärer Tätigkeiten der öffentlichen Hand mittels Betrieben gewerblicher Art oder Eigengesellschaften).

Die Frage nach den Betriebsstätten (Zeilen 15 – 17) spielt für die Zerlegung des einheitlichen Gewerbesteuermessbetrags eine Rolle.[3] Als Betriebsstätte gilt jede feste Geschäftseinrichtung oder Anlage, die der Tätigkeit eines Unternehmens dient, insbesondere die Stätte der Geschäftsleitung, Zweigniederlassungen, Werkstätten, Warenlager, aber auch Bauausführungen, falls diese Tätigkeiten länger als 6 Monate dauern. Als Betriebsstätten gelten auch die Organgesellschaften und deren Betriebsstätten.

Betriebsstätte kann auch eine Ferienwohnung sein, deren Vermietung gewerblichen Charakter hat. Eine Verkaufsstelle[4] ist nur dann eine Betriebsstätte, wenn sie eine feste Geschäftseinrichtung oder Anlage ist. Deshalb begründet ein Verkaufsstand, den ein Unternehmen einmal im Jahr 4 Wochen lang auf einem Weihnachtsmarkt unterhält, keine Betriebsstätte.[5]

Zeile 18 dient der Kenntlichmachung eines Reisegewerbes und den hieraus resultierenden Besonderheiten[6], Zeile 19 betrifft den Hausgewerbetreibenden, der die ermäßigte Steuermesszahl nach § 11 Abs. 3 GewStG in Anspruch nehmen kann.

Zeilen 30 und 31 dienen der Kenntlichmachung einer Organschaft.[7]

In Zeile 32 geht es um die Steuerpflichtigen mit abweichendem Wirtschaftsjahr. Bei Umstellung des mit dem Kalenderjahr identischen Wirtschaftsjahrs auf ein abweichendes Wirtschaftsjahr unterliegt im Kalenderjahr der Umstellung nur der Gewinn aus dem Rumpfwirtschaftsjahr der Gewerbeertragsteuer.

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