Rz. 24

Als Regel bestimmt § 13 Abs. 1 UmwStG, dass der Untergang der Anteile an der übertragenden Körperschaft durch die Verschmelzung als Veräußerung zum gemeinen Wert zu bewerten ist. Diese Regel gilt sowohl, wenn sich die Anteile im Betriebsvermögen befinden, als auch dann, wenn sie als Privatvermögen gehalten werden, aber steuerverstrickt sind. Für Anteile im Privatvermögen, die nicht unter § 17 EStG fallen, ist der Ansatz des gemeinen Werts nach § 20 Abs. 4a EStG regelmäßig ausgeschlossen.

Rz. 25 – 27 einstweilen frei

 

Rz. 28

Ist der Anteilsinhaber beschränkt steuerpflichtig, tritt die Steuerverstrickung nur ein, wenn die Veräußerung der Anteile an der übertragenden Körperschaft nach § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. e EStG der deutschen Besteuerung unterliegt.

 

Rz. 29

Anzusetzen ist der gemeine Wert der untergehenden Anteile an der übertragenden Körperschaft. Dieser Wert bildet gleichzeitig die (fiktiven) Anschaffungskosten für die erworbenen Anteile an der übernehmenden Körperschaft. Es tritt also Wertverknüpfung ein. Die Bewertung der Anteile an der übernehmenden Körperschaft mit dem gemeinen Wert der Anteile an der übertragenden Körperschaft gilt auch, wenn die Anteile an der übernehmenden Körperschaft einen abweichenden gemeinen Wert haben. Der gemeine Wert der Anteile an der übertragenden Körperschaft ist also unabhängig davon anzusetzen, ob der gemeine Wert der Anteile an der übernehmenden Körperschaft gleich, höher oder niedriger ist.

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