Bereits vor der dargestellten Entscheidung des BFH v. 18.5.2017 und der ab VZ 2013 geltenden Regelung des § 33 Abs. 2 S. 4 EStG schied nach der Rechtsprechung des BFH[13] bei Scheidungsfolgesachen i.S.d. § 137 Abs. 2 und 3 FamFG (Ehegatten- und Kindesunterhalt, Ehewohnung, Haushalt, Umgangsrecht, Sorgerecht, güterrechtliche Auseinandersetzung) regelmäßig eine Geltendmachung als außergewöhnliche Belastung aus, da außerhalb des Zwangsverbundes Rechtsstreitigkeiten vermeidlich sind, wobei aber anfangs noch Ausnahmen bei Streitigkeiten zum Umgangsrecht und Unterhalt gemacht wurden, welche aber dann entfielen, als auch hier vom Gesetzgeber außergerichtliche Lösungsmöglichkeiten eröffnet wurden, so dass keine Zwangsläufigkeit mehr für einen Prozess gegeben war[14].

[14] Klörgmann, Einkommen- und Lohnsteuer-ABC 2020 für Arbeitnehmer, 60. Aufl. 2019, Ehescheidung, Abs. 1; Dürr, Haufe-Index 6094 – Ehescheidung; Urban, NJW 2017, 3189; Endert in Frotscher/Geurts, EStG Komm., § 33 Rz. 109 (30.3.2018); vgl. zum Umgangsrecht FG München v. 7.5.2018 – 7 K 257/17, EFG 2018, 1960.

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