Identität des erworbenen und veräußerten Gegenstands; Anwendung des EuGH-Urteils vom 18.1.2017 ("Sjelle Autogenbrug") – C-471/15 – und des BFH-Urt. v. 23.2.2017 – V R 37/15, BStBl. II 2019, 452: Mit den o.a. Urteilen wurde entschieden, dass die Differenzbesteuerung grundsätzlich auch dann anzuwenden ist, wenn ein Unternehmer Gegenstände liefert, die er seinerseits gewonnen hat, indem er zuvor von ihm erworbene Gebrauchtfahrzeuge zerlegt hat. Ein gänzlicher Ausschluss von der Differenzbesteuerung ist in diesen Fällen auch bei Nachweisschwierigkeiten nicht zulässig.

Der UStAE wird entsprechend angepasst (BMF v. 17.7.2019 – III C 2-S 7421/19/10003:001, BStBl. I 2019, 835). Die Einkaufspreise der ausgebauten und weiterverkauften Einzelteile sind im Wege der sachgerechten Schätzung zu ermitteln. Die Schätzungsgrundlage ist in einer Anlage zu den Wareneingangsrechnungen zu erläutern und – soweit vorhanden – durch ergänzende Unterlagen zu belegen.

Anwendungsregelung: Diese Regelungen sind in allen offenen Fällen anzuwenden. Für vor dem 20.8.2019 (= Tag der Herausgabe des BMF-Schreibens) ausgeführte Umsätze wird es nicht beanstandet, wenn der Unternehmer Abschn. 25a.1 Abs. 4 UStAE in der am 19.8.2019 (= Tag vor Herausgabe des BMF-Schreibens) geltenden Fassung anwendet.

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