Rz. 5

[Autor/Stand] (1) War bei einem Erblasser, Schenker oder Erwerber zur Zeit der Entstehung der Steuerschuld § 2 Abs. 1 anzuwenden, so tritt die beschränkte Erbschaftsteuerpflicht über den in § 8 Abs. 1 Nr. 2 des Erbschaftsteuergesetzes[2] bezeichneten Umfang hinaus für alle Teile des Erwerbs ein, deren Erträge bei unbeschränkter Einkommensteuerpflicht nicht ausländische Einkünfte im Sinn des § 34c des Einkommensteuergesetzes wären.

(2) Absatz 1 findet keine Anwendung, wenn nachgewiesen wird, daß für die Teile des Erwerbs, die nach dieser Vorschrift über § 8 Abs. 1 Nr. 2 des Erbschaftsteuergesetzes[3] hinaus steuerpflichtig wären, im Ausland eine der deutschen Erbschaftsteuer entsprechende Steuer zu entrichten ist, die mindestens 30 vom Hundert der deutschen Erbschaftsteuer beträgt, die bei Anwendung des Absatzes 1 auf diese Teile des Erwerbs entfallen würde.

[Autor/Stand] Autor: Baßler, Stand: 01.04.2021
[2] Ab dem 1.1.1974: § 2 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG.
[3] Ab dem 1.1.1974: § 2 Abs. 1 Nr. 3 ErbStG.

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