Die Überarbeitung der Rz. 119 steht im Zusammenhang mit der Neufassung der Rz. 118 und beschäftigt sich mit der Umsetzung der institutsübergreifenden Verrechnung von Aktienveräußerungsverlusten mit Aktienveräußerungsgewinnen. Um i.R.d. Veranlagung eine institutsübergreifende Verrechnung von Aktienveräußerungsverlusten mit Aktienveräußerungsgewinnen zu erreichen, hat der Steuerpflichtige von dem jeweils depotführenden Kreditinstitut eine Steuerbescheinigung i.S.d. § 45a Abs. 2 EStG einzureichen, in der "Gewinne aus Aktienveräußerungen i.S. des § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG (Zeile 8 Anlage KAP)" und im nachrichtlichen Teil der Steuerbescheinigung der "Gewinn aus Aktienveräußerungen i.S.d. § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG vor Verrechnung mit sonstigen Verlusten i.S.d. § 20 Abs. 2 EStG" aufgeführt werden.

 

Beraterhinweis

Der Ausweis des "Gewinns aus Aktienveräußerungen i.S.d. § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG vor Verrechnung mit sonstigen Verlusten i.S.d. § 20 Abs. 2 EStG" in der Jahressteuerbescheinigung erfolgt erst für Kapitalerträge, die nach dem 31.12.2018 zufließen (BMF v. 27.6.2018 – IV C 1 - S 2401/08/10001:019, BStBl. I 2018, 805 = ErbStB 2018, 267 m. Komm. Anemüller). Bei Antragsstellung bis einschl. VZ 2018 kann der Nachweis der Aktienveräußerungsgewinne und die bereits mit Verlusten verrechneten Aktienveräußerungsgewinne durch geeignete Unterlagen nachgewiesen werden. Zu den geeigneten Unterlagen gehören z.B. Erträgnisaufstellungen.

Das geänderte Anwendungsschreiben enthält ein ausführliches Beispiel zum Umgang mit Verlustverrechnungsregeln auf Ebene der auszahlenden Stelle und für das Veranlagungsverfahren.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Haufe Steuer Office Excellence. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Haufe Steuer Office Excellence 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Inhalt.


Meistgelesene beiträge