a) Da A keine Eintragung im Freitextfeld vorgenommen hat, wird er nach Bekanntgabe des Steuerbescheides einen Antrag auf schlichte Änderung (§ 172 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO) stellen müssen, um seiner Pflicht aus § 153 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 AO gerecht zu werden. Legt er Einspruch ein, kommt es entscheidend darauf an, ob noch weitere Änderungen dazu führen, dass die Einkommensteuer nach seinem Vorbringen reduziert werden müsste. Andernfalls wird das FA dennoch davon ausgehen können, dass A eine Änderung zu seinen Ungunsten nach § 172 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO als sog. minus zum Einspruch begehrt.

b) Zwischenlösungen zu Variante b: aa) Eine Antragspflicht des A besteht nicht, da er bereits die richtigen Daten im Freifeldtext gemacht hat. Allerdings ist zu bedenken, dass die eDaten zu seinen Gunsten sehr wahrscheinlich im Folgejahr zu eDaten der DRV bzw. des Versicherungsunternehmens zu seinen Ungunsten führen. Soweit er dies nach der Festsetzung des folgenden VZ angreift, wird das FA die aktuelle Steuerfestsetzung gem. § 174 Abs. 4 AO, ggf. unter Festsetzung von Zinsen gem. § 233a AO, ändern können.

bb) A hat (zumindest) einen Antrag auf schlichte Änderung nach § 172 Abs. 1 Nr. 2 Buchst a AO zu stellen und nachzuweisen, wie hoch die im VZ 2019 abgebuchten Rentenversicherungsbeiträge waren. Dazu sollte er, fehlt es an einer korrigierten Bescheinigung der DRV bzw. des Versicherungsunternehmens, die entsprechenden Kontoauszüge einreichen. Das FA hat, ohne auf die korrigierte Beitragsbescheinigung der DRV warten zu müssen, diese Beträge als Rentenversicherungsbeiträge zu berücksichtigen.

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