Jahreswechsel 2020/2021: Lo... / 8 Weitere Änderungen ab 2021

8.1 Erweiterung der Lohnsteuer-Anmeldung

Bereits mit dem (inoffiziellen) Jahressteuergesetz 2019[1] wurde eine Erweiterung der Angaben bei der Lohnsteuer-Anmeldung beschlossen. Die angemeldeten Lohnsteuerbeträge sollen seit 2021 nach dem Kalenderjahr des Bezugs aufgeschlüsselt werden. Hierdurch wird eine zielgenaue Zuordnung zu den in der Lohnsteuerbescheinigung des Kalenderjahres bescheinigten Lohnsteuerbeträgen ermöglicht. In der elektronischen Lohnsteuer-Anmeldung ist die Lohnsteuer getrennt nach den Kalenderjahren, in denen der Arbeitslohn bezogen wird oder als bezogen gilt, anzugeben.[2] Die Änderung gilt erstmals für nach dem 31.12.2020 endende Lohnzahlungszeiträume.

 
Hinweis

Hinweis zu Einzelheiten

Die hierfür erforderlichen Kennzahlen und weitere Informationen finden sich unter www.elster.de.

[1] Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften v. 12.12.2019, BGBl 2019 I S. 2451.

8.2 Pauschale Besteuerung der Freifahrten von Soldaten

Aktive Soldatinnen und Soldaten erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Freifahrtberechtigungen für den Nah- und Fernverkehr der Bahn. Die Soldatinnen und Soldaten müssen die Fahrten in Uniform durchführen. Mit einer Ergänzung der Pauschalierungsvorschriften wird geregelt, dass die Freifahrtberechtigungen, die Soldatinnen und Soldaten erhalten, anstelle der individuellen Besteuerung auch pauschal mit 25 % der Aufwendungen des Arbeitgebers besteuert werden können.[1] Damit wird die Möglichkeit einer Versteuerung durch den Dienstherrn geschaffen. Eine Minderung der Entfernungspauschale bei den Soldatinnen und Soldaten ist nicht vorzunehmen. Die Neuerungen sind erstmals auf Freifahrten für Soldatinnen und Soldaten anzuwenden sein, die nach dem 31.12.2020 gewährt werden.

[1] § 40 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3 EStG i. d. F. des Jahressteuergesetzes 2020 (JStG 2020).

8.3 Steuerfreiheit für ausländisches Elterngeld

Mit inländischen Leistungen vergleichbare Leistungen ausländischer Rechtsträger mit Sitz in EU/EWR-Staaten oder der Schweiz sind steuerfrei. Mit einer Ergänzung gilt das seit 2021 auch für mit dem steuerfreien Elterngeld nach dem Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz vergleichbare Leistungen.[1] Wie das inländische Elterngeld sind solche Leistungen künftig nur bei der Ermittlung des Steuersatzes zu berücksichtigen (Progressionsvorbehalt).[2]

[1] § 3 Nr. 2 Buchst. e EStG i. d. F. des Jahressteuergesetzes 2020 (JStG 2020).

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