Jahreswechsel 2020/2021: Lo... / 1.1 Änderung bei laufendem Arbeitslohn

Ab 2021 entfällt der Solidaritätszuschlag für rund 90 % der Lohn- und Einkommensteuerzahler.[1] Dazu erfolgt eine deutliche Anhebung der Grenzbeträge an Lohnsteuer, bis zu denen kein Solidaritätszuschlag erhoben wird: für Ehegatten bzw. in der Steuerklasse III von 1 944 EUR auf 33 912 EUR im Jahr, in allen übrigen Fällen von 972 EUR auf 16 956 EUR im Jahr.[2] An die Freigrenze schließt sich noch eine Art "Gleitzone" (sog. "Milderungszone") an, innerhalb der sich der zu zahlende Solidaritätszuschlag lediglich schrittweise auf 5,5 % erhöht.

Diese Freigrenzen (sog. Nullzone) werden bereits im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt. Bei monatlicher Lohnzahlung sind dies in Steuerklasse III 2 826 EUR (Jahreswert = 33 912 EUR), bei allen übrigen Steuerklassen 1 413 EUR (Jahreswert = 16 956 EUR).[3] Insoweit tritt bereits im Lohnsteuerabzugsverfahren eine wesentliche Entlastung ein:

 
Freigrenzen nach Steuerklasse 2020 2021
Alleinstehend (Steuerklasse I, II, IV, V, VI) 972 EUR 16 956 EUR
Verheiratet (Steuerklasse III) 1 944 EUR 33 912 EUR
[1] Gesetz zur Rückführung des Solidaritätszuschlags v. 10.12.2019, BGBl 2019 I S. 2115
[2] § 3 Abs. 3 SolzG i. d. F. des Gesetzes zur Rückführung des Solidaritätszuschlags 1995 v. 10.12.2019.
[3] § 3 Abs. 4 SolzG i. d. F. des Gesetzes zur Rückführung des Solidaritätszuschlags 1995 v. 10.12.2019.

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