Rz. 3

Stand: EL 128 – ET: 11/2021

Schreibfehler, Rechenfehler oder ähnliche offenbare Unrichtigkeiten kann die FinBeh sowohl bei Steuerbescheiden, als auch bei sonstigen VA jederzeit berichtigen (§ 129 AO). § 129 AO ist auf mechanische Fehler/Versehen des FA beschränkt (BFH 250, 332 = BStBl 2015 II, 1040 mwN). Zu Einzelheiten > Offenbare Unrichtigkeit. Seit 2017 können auch Schreib- oder Rechenfehler des Stpfl berichtigt werden; vgl § 173a AO idF des StModG und zu Einzelheiten vgl BT-Drs 18/7457 S 87, 88 und 18/8434 S 108; kritisch Baldauf, DStR 2016, 833 unter 5; Gläser/Schöllhorn, DStR 2016, 1577 unter 7. Das schlichte Vergessen, selbst ermittelte Besteuerungsgrundlagen in die Steuererklärung zu übernehmen, ist kein Schreib- oder Rechenfehler iSv § 173a AO (BFH/NV 2020, 1233).

Zur Abgrenzung einer Berichtigung nach § 129 AO von einer Änderung nach § 173 Abs 1 Nr 1 AO wegen neuer Tatsachen (> Rz 14 ff) vgl BFH 146, 350 = BStBl 1986 II, 541. Zum Verhältnis § 129 AO und § 175 Abs 1 Satz 1 Nr 1 AO, der Änderung von VA aufgrund von Grundlagenbescheiden, > Rz 43.

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