Hartz/Meeßen/Wolf, ABC-Führ... / II. Gemischte Nutzung
 

Rz. 6

Stand: EL 108 – ET: 01/2016

Werden WG vom ArbN sowohl beruflich als auch nicht unerheblich außerberuflich (privat) benutzt, ist ein WK-Abzug der gesamten Aufwendungen nach § 9 Abs 1 Satz 3 Nr 6 EStG nicht zulässig, weil das WG kein Arbeitsmittel ist (> Rz 4).

Für solche gemischten Aufwendungen kommt aber eine Aufteilung und ein anteiliger Abzug als WK in Betracht (BFH 230, 317 = BStBl 2011 II, 723); dabei sind die Grundsätze von BFH 227, 1 = BStBl 2010 II, 672 (GrS 1/06; sog Aufteilungsbeschluss) zu beachten: Der anteilige Abzug von WK setzt voraus, dass die berufliche Nutzung von der privaten Nutzung anhand objektiver Merkmale leicht nachprüfbar zu trennen ist (der Höhe nach ggf durch Schätzung) und der berufliche Nutzungsanteil nicht von untergeordneter Bedeutung ist; zu den abziehbaren WK zählt der Teil der Aufwendungen, der auf die berufliche Nutzung entfällt. Vom Aufteilungs- und Abzugsverbot in § 12 Nr 1 Satz 2 EStG werden nur noch nicht trennbare gemischte Aufwendungen erfasst; das sind Aufwendungen, deren berufliche und private Veranlassung so ineinander verwoben sind, dass ein objektives Kriterium zur Aufteilung nicht gefunden wird. Zu den Einzelheiten vgl BFH GrS 1/06, aaO sowie – mit Einzelfällen – BMF vom 06.07.2010, BStBl 2010 I, 614; > Lebensführung Rz 5 ff, 15. Ergänzend > Rz 17.

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