Die Zeitgrenzen für eine sozialversicherungsfreie kurzfristige Beschäftigung von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen bleiben über den 31.12.2018 hinaus bestehen. Das geht aus dem Qualifizierungschancengesetz hervor. Der Bundestag hat das Gesetz am 30.11.2018 verabschiedet.

Beschäftigungen sind in der Sozialversicherung kurzfristig, wenn sie auf nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage begrenzt sind. Ab dem Jahr 2019 sollte die Grenze ursprünglich wieder auf zwei Monate oder 50 Arbeitstage gesenkt werden. Das ist jetzt nicht mehr vorgesehen.

Kurzfristige Beschäftigung: Besonders in bei Saisonarbeit genutzt

Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) teilte mit: "Die Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass die Regelung der Ausweitung von 50 auf 70 Arbeitstage bisher von vielen Betrieben, insbesondere im Obst- und Gemüseanbau, in Anspruch genommen wurde". Sie freue sich, dass sie mit Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine Einigung erzielt habe.

Kurzfristige Beschäftigung: Attraktivität für ausländische Saisonarbeiter

Landwirte und Gärtner hätten so bessere Chancen, qualifizierte Saisonarbeitskräfte für die ganze Erntesaison zu gewinnen, sagte Klöckner. "Und für ausländische Saisonarbeitskräfte bleibt es attraktiv, für eine Saisontätigkeit nach Deutschland zu kommen." Der Bauernverband begrüßte die Regelung.

Kurzfristige Beschäftigung: Befristung wird aufgehoben

Die Zeitgrenzen für eine kurzfristige Beschäftigung wurden mit der Einführung des Mindestlohns 2015 zunächst befristet bis Ende 2018 verlängert. Unabhängig von der Erntesaison gelten aufgrund des Qualifizierungschancengesetz ab Januar 2019 dauerhaft drei Monate beziehungsweise 70 Tage als Grenze für alle Personen in kurzfristigen Beschäftigungen.

Qualifizierungschancengesetz: Arbeitslosenversicherungsbeitrag

Neben der Regelung für kurzfristige Beschäftigungen sieht das Qualifizierungschancengesetz die Senkung des Beitrags in der Arbeitslosenversicherung zum 1.1.2019 vor. 

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