10.12.2014 | EU-Pläne

Veröffentlichungspflicht für Steuerdeals von Unternehmen

Kommt die Berichtspflicht bei individuellen Absprachen mit dem Fiskus?
Bild: Haufe Online Redaktion

Die EU-Kommission erwägt laut einem Pressebericht, Unternehmen zur Offenlegung von individuellen Absprachen mit dem Fiskus von EU-Staaten zu zwingen. 

Das Gremium prüfe, ob sich eine entsprechende Berichtspflicht gesetzlich vorschreiben lasse, berichtet das "Handelsblatt" (Mittwoch) und beruft sich auf EU-Kommissionskreise. Konkret denke die Behörde an den jährlichen Geschäftsbericht der Unternehmen.

Hintergrund für die Überlegungen sei der Luxemburger Steuerskandal. Im November hatten Berichte, dass das Großherzogtum zahlreiche Unternehmen mit steuerlichen Sonderdeals ins Land gelockt hat, für Aufsehen gesorgt. Die Affäre belastete den langjährigen luxemburgischen Ministerpräsidenten und jetzigen Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker schwer.

Auch deshalb will Juncker nun entschieden gegen die sogenannten Tax Rulings vorgehen. So hat er bereits angekündigt, einen automatischen Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten über die steuerlichen Sondervereinbarungen einzuführen. Die Berichtspflicht für die Unternehmen über Steuerdeals komme nun laut der Zeitung als zweite Initiative hinzu.

Schlagworte zum Thema:  Geschäftsbericht, Internationales Steuerrecht, Automatischer Informationsaustausch

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