03.07.2015 | Studie

Unternehmenssteuern in vielen Industriestaaten gesunken

Laut Studie gesunkene Steuersätz auf Unternehmensgewinne
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In Deutschland und vielen anderen Industrieländern sind die Unternehmenssteuern einer Untersuchung zufolge in den vergangenen Jahrzehnten kräftig gesunken.

Besonders stark sei der Rückgang in Deutschland gewesen, wo sich der durchschnittliche Steuersatz auf Unternehmensgewinne seit 1981 von 60 auf 30,2 Prozent im Jahr 2013 verringert habe, berichtete die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung am Donnerstag. Im Durchschnitt der OECD-Länder habe es im gleichen Zeitraum einen Rückgang von 47,5 auf 27,3 Prozent gegeben.

Auch die Spitzensätze der Einkommensteuern sind demnach zurückgegangen - im Durchschnitt der OECD-Länder von 65,7 Prozent (1981) auf 45,8 Prozent (2010). In Deutschland sei er im selben Zeitraum von 56 auf 47,5 Prozent einschließlich des Solidaritätszuschlags gesunken. Die Böckler-Stiftung schließt aus diesen Zahlen, dass es einen erheblichen Spielraum für eine höhere Besteuerung von Besserverdienenden und Unternehmen gebe.

Schlagworte zum Thema:  Unternehmenssteuer, Studie

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